Diskussionen zum 13. Februar in Dresden

Wolfgang Donsbach in der SZ vom 08.02.2011In wenigen Tagen steht der 13. Februar an. Das bedeutet, dass in Dresden der Bombardierung am 13. Februar 1945 gedacht wird. Ein Thema, welches natürlich auch den Dresdner Westen betrifft.

Die Stadt hat in 66 Jahren nie zu einer traditionellen Gedenkkultur gefunden. Es gibt die Kranzniederlegung am Heidefriedhof und abends das Stille Gedenken vor der Frauenkirche um 21/22 Uhr.

Seit einigen Jahren nun wird von Seiten der? Ewiggestrigen durch Trauermärsche der Opfer der Bombardierung gedacht. Der Aufmarsch in Dresden ist mittlerweile das wichtigste Treffen der Europäischen Rechten.

Letztes Jahr hat die Oberbürgermeisterin, Frau Orosz, zu einer Menschenkette durch die Innenstadt eingeladen. Selbst die CDU hat mitgemacht, obwohl sie ja nichts von Aktionen zum 13. Februar hält. Dadurch ist es ein großer Erfolg geworden und nun findet die Menschenkette zum 2. Mal am 13. Februar 2011 statt.

Der Aufruf wird nicht nur von der Oberbürgermeisterin unterzeichnet sondern auch vom Rektor der TU-Dresden. Das hat zu lustigen Artikeln in der Sächsischen Zeitung geführt. ? Markus Scheffer, Richter am Verwaltungsgericht Dresden, schreibt seitenlang am Thema vorbei. Professor Wolfgang Donsbach von der TU-Dresden antwortet ihm einen Tag später.
Offenbar hat Herr Scheffer den Unterschied zwischen dem Symbol der Menschenkette und der Blockade nicht verstanden.

Den Vogel schiesst aber die NPD im Landtag ab.  Der Landtag macht ja gerne Kommunalpolitik für Dresden und hatte auf der 30. Sitzung am 09.02.2011 auch den 13. Februar auf der Tagesordnung.

Herr Apfel bringt es dann tatsächlich fertig, die Abgeordneten der Grünen der „kriminellen Pöbelei“ zu bezichtigen. Dümmer gehts nimmer…

Hier die Mitschrift zum Gruseln und Amüsieren.
Und hier im Blog zum 13. Februar: Mein Leserbrief von 2010
Aktuelle Informationen zum 13. Februar:

 


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Grüner Ortsbeirat, Software-Entwickler, Löbtauer seit 1998...