Monatsarchiv: April 2011

Informationsveranstaltung zur Kesselsdorfer Straße

Das Bürgerbüro von Frau Dr. Eva-Maria Stange hat sich schon im Herbst mit einer Veranstaltung zur Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße engagiert. Diskutiert wurde damals mit den Anwohnern über kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Die Ergebnisse der damaligen Diskussion sind im Bauausschuss dem GRÜNEN-Antrag zum Bau der Zentralhaltestelle hinzugefügt worden und schließlich im Januar im Stadtrat verabschiedet worden.

Mittlerweile gibt es offenbar erste Prüfergebnisse im Geschäftsbereich Stadtentwicklung. Zur Vorstellung dieser Ergebnisse lädt das Bürgerbüro erneut zu einer Veranstaltung am 17. Mai um 19 Uhr in die Hoffnungskirche in der Clara-Zetkin-Str. 30.

Wo?

Hoffnungskirche
Clara-Zetkin-Str. 30
01159 Dresden
Wann?
Dienstag, 17. Mai 2011, 19 Uhr

 

DSL in Löbtau

DSL in Löbtau. Gibt’s nicht? Doch!

Aber ganz so einfach ist das nicht. Da ichsowohl im Weltcafé als auch privat einen DSL-Anschluss in Löbtau-Süd habe, kenne ich mich mit den Besonderheiten in diesem Gebiet gut aus. Da ich immer wieder wilde Berichte von Einwohnern höre, denen oft erklärt wird, dass kein DSL möglich ist, möchte ich die Lage in Löbtau kurz darstellen.

Löbtau wurde Anfang der 1990er Jahre mit der neuen OPAL (OPtische AnschlussLeitung)-Glasfasertechnik versorgt. Dazu wurde in jedes Haus eine Glasfaser gelegt und im Haus oder zum Teil auch im Nachbarhaus die Technik für die Umwandlung der optischen auf elektrische Signale installiert. Unterstützt wurde sowohl der Analoge Anschluss als auch der ISDN-Anschluss. Ja, und sogar das Kabelfernsehen wurde mit dem selben Glasfaserkabel ins Haus gebracht.

OPAL wurde viel im Osten Deutschlands verbaut, weil hier enormer Nachholbedarf in der Telefonversorgung bestand. Die Glasfasertechnik war hochmodern und zukunftssicher. Internet gab es in Deutschland zu der Zeit nur in Form von BTX (später T-Online), was ein Modem oder ISDN locker geschafft hat.

DSL nutzt jedoch die alten Kupferleitungen. Technisch viel primitiver hat man das Anfang der 90er nicht für möglich gehalten. Und in der Tat – die Glasfaser kann viel mehr. Jedoch hat sich die DSL-Technik durchgesetzt da sie die alten Leitungen nutzen kann und es einfach mehr alte Kupferleitungen gibt als Glasfasern.

So scheiterte schnelles Internet in Löbtau und Striesen lange Zeit an der Glasfaser bzw. daran, dass niemand komplett neue Technik entwickeln und bauen lassen wollte zur Umsetzung der Glasfaser im Keller auf eine DSL-Technik.

2005 hat die Telekom dann in Löbtau den sogenannten „Kupfer-Überbau“ begonnen. In jedes Haus wurde ein Kupferkabel parallel zum Glasfaserkabel gelegt. An der Straßen wurden große Schaltkästen installiert – sog. Outdoor DSLAMs – in denen die Kupferkabel an die neue, DSL-fähige Technik angeschlossen wird. Telefon und DSL geht seitdem wieder über Kupfer. Beim Weltcafé bzw. der Reisewitzer Straße wurde dieser Umbau erst Anfang 2009 abgeschlossen. Auch viele Straßen in Löbtau Nord wurden erst 2009 umgebaut.

Jetzt ist alles gut?

Fast. Für den Umbau hat man sich für DSL 6000 entschieden. Mehr kann die Technik in den Outdoor DSLAMs nicht. Eine Geschwindigkeitserhöhung ist wohl auf absehbare Zeit nicht geplant. Das würde neue Investitionen erfordern.

Und es gibt eine weitere Einschränkung: Aus technischen Gründen muss stets mindestens ein administrierter, analoger Anschluss der Deutschen Telekom geschaltet werden um darauf DSL aufschalten zu können. Dadurch ist es unmöglich, die günstigen Komplettpakete der Telekom-Konkurrenten zu bestellen. Entweder bieten die Firmen diese Tarife gar nicht an oder es wird insgesamt viel teurer als das Komplettpaket der Telekom.

Oft kann es dadurch passieren, dass man bei Anbieter XY bestellt und entweder kurzfristig oder auch mal 2-3 Monate später die Antwort kommt, dass DSL leider nicht verfügbar ist. Zum Teil ist diese Aussage Unsinn. Sie müsste eher heissen: „Wir bieten in ihrem Gebiet keinen Anschluss an.“. So ist man mehr oder weniger an die Telekom gebunden.

Weitere Informationen:

Alternativen zu DSL:

  • WiMAX (Maxxonair)
    Per Funkstandard WiMAX erhält man eine Geschwindigkeit von DSL 2000. Damit habe ich 1 Jahr (2005/2006) gesurft. Die Technik funktionierte meisstens gut. Die Bandbreite brach jedoch besonders in den Abendstunden sehr häufig zusammen. Ein Telefonanschluss ist dafür nicht nötig. Maxxonair hat sich Ende 2013 (?) aus dem Dresdner Markt schrittweise zurückgezogen. Löbtau-Süd ist wohl mittlerweile abgeschaltet.
  • UMTS
    Je nach Anbieter bestehen besonders in den Abendstunden Kapazitätsengpässe. Generell ist die Reaktionszeit beim Surfen deutlich höher als bei DSL, Bilder werden vielfach komprimiert und die Zuverlässigkeit ist geringer. Dafür ist man ortsunabhängig.

 

„Freiwillig 30“ auf der B6

Seit April 2011 machen zwei Tempo-30 Schilder auf unsere Forderung nach Schutz vor Lärm und Schadstoffen wegen starkem Autoverkehrs im Ortsgebiet Cossebaude aufmerksam.

Gemeinsam mit Stephan Kühn (MdB, Bündnis 90 / Die Grünen) führten wir diese Aktion durch. Die Sächsiche Zeitung berichtete am 12.04.2011.

Für deren faire Berichterstattung zu Themen unserer BI wollen wir uns an dieser Stelle einmal bedanken.