Monatsarchiv: Januar 2013

Löbtauer Freileitung wird vergraben

In der jüngsten Ortsbeiratssitzung haben Herr Wagner und Herr Ehrlich von der DREWAG Netz GmbH, die aktuellen Pläne vorgestellt, die 110kV Freileitung vom Heizkraftwerk Nossener Brücke zum Umspannwerk Gorbitz zu ersetzen.

Diese Freileitung ist ca. 5 km lang und geht quer durch Löbtau Nord. Dabei stehen insbesondere auf der Grumbacher Straße die Masten mitten auf der Straße. Ein sehr ungewöhnliches Bild.Freileitung an Haus der Grumbacher Straße

Ich war erstaunt zu hören, dass diese Masten bereits aus dem Jahr 1922 sind. Eine Zeit, wo es westlich des heutigen Conertplatzes noch keine Bebauung gab. Auch die Grumbacher Straße war noch nicht vollständig bebaut.

Stahlmasten zu dieser Zeit wurden häufig aus sog. Thomas-Stahl hergestellt. Das ist nun auch der Grund, warum alle Netzbetreiber in Deutschland diese Masten ersetzen wollen. 2005 knickten im Münsterland zahlreiche Masten auf Grund der Schnee- und Eislast um. Man hat festgestellt, dass bei Thomas-Stahl ab einem gewissen Alter eine erhöhte Sprödbruchneigung besteht.

Heute überspannt die Freileitung Kleingartensiedlungen, Wohngebäude und Gewerbeflächen oder geht dicht an diesen vorbei. So etwas würde heute nicht mehr gebaut werden.

Aus diesen Gründen  plant die DREWAG eine Erdkabeltrasse und möchte ca. 2,3km und damit 16 Masten ersetzen. Der Rest der Leitung wird erst mittel- bis langfristig durch ein Erdkabel ersetzt. Der Preis dafür ist hoch: ein Meter Kabel kostet 1700 € – ein sechsfaches des Preises einer Freileitung. Insgesamt investiert die DREWAG ca. 6 Mio €, die sie aus Eigenmitteln bestreiteten muss.

Die genaue Leitungstrasse steht ebensowenig 100%ig fest, wie die Position des Kabelendmastes, durch den das Kabel an die restliche Freileitung angeschlossen wird.

Aktuelle Vorzugsvariante für den Kabelendmast ist ein brachliegendes Grundstück an der Kesselsdorfer Straße, nördlich von Kaufland. Alle anderen Varianten hätten große Eingriffe in die Kleingartenanlagen oder die Überspannung von zahlreichen Häusern bedeutet.

Der Zeitplan sieht vor, bis Ende 2015 die Tiefbauarbeiten abzuschließen und 2016 die Kabel einziehen zu können. Anschließend kann der Betrieb aufgenommen und die alten Masten abgebaut werden.

Ich denke, das ist für den Stadtteil eine gute Nachricht und wird das äußere Bild deutlich aufwerten.

Kleine Verbesserung an der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße

Seit ein paar Tagen kann man an der Ecke Gröbelstraße / Kesselsdorfer Straße beobachten, wie allerlei  Signaltechnikfirmen eine Bauampel für Autos, Bus, Bahn und Fußgänger aufbauen.

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Gestern nun hat die DVB über Twitter bekanntgegeben, dass ab voraussichtlich den 12. Januar die Busse 61 und 63 wieder auf ihrer normalen Haltestelle abfahren werden. Diese werden seit Juli 2012 an der provisorischen Haltestelle in der Gröbelstraße erreicht. Grund war zunächst die Sanierung und Komplettsperrung der Wernerstraße.

Doch auch nach Fertigstellung der Wernerstraße Anfang November 2012 fuhren die Busse diese Umleitung und „nervten“ damit nicht nur Fahrgäste sondern auch Anwohner der Gröbel- und Schillingstraße. Ein Grund dafür war nicht ersichtlich.

Mit der provisorischen Ampel kann die DVB nun mit den Bussen, die vom Parkplatz in der Gröbelstraße kommen, links abbiegen. Warum sie nicht mehr den Umweg über die Wernerstraße und Reisewitzer Straße fahren wollen, ist mir unklar.

Klar ist mir aber der Vorteil für die Fußgänger und umsteigenden Fahrgäste: so gibt es dann endlich eine Fußgängerampel an dieser stark frequentierten Stelle. Diese Ampel war auch ein Vorschlag mehrerer Initiativen für provisorische Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an der Haltestelle. Die Stadt hat dies stets abgelehnt, weil sie Staus fürchtet und  den Bedarf nicht nachvollziehen könne. Stattdessen hat man die völlig unbeachtete und nie kontrollierte Tempo 20-Zone entlang der Haltestelle eingeführt.

Ich freu mich, dann endlich legal und lebend über die Straße zu kommen 🙂