Monatsarchiv: November 2013

LöMuWeiKa und Löbtauer Advent 2013

Immernoch kein Schnee. Immernoch nicht eisekalt. Und doch lässt sich der Advent nicht mehr aufhalten und damit allerlei Adventsaktionen auch im Dresdner Westen.

Auf schon eine lange Tradition kann der Omsewitzer Adventskalender blicken. Ihn gibt es schon zum 16. Mal. Nur digital ist er wie immer schwer zu finden. Immerhin einen Facebook-Termin gibt es und „Kind und Kegel“ hat die (unvollständige?) Terminlisteomsewitzer_adventskalender_2013

Der „Löbtauer Advent“ vom Gewerbeverein Kesselsdorfer Straße wird dieses Mal wieder am 2. Adventswochenende (Fr, 6.12. und Sa, 7.12.13) stattfinden. Mit dabei ist u.a. wieder das Bürgerbüro von Eva-Maria Stange (SPD). Einen kompletten Flyer habe ich dieses Jahr leider noch nicht gesehen. SPD_Stange_Advent_2013

Zum 5. Mal (glaube ich zumindest?) ist auch der LöMuWeiKa (Löbtauer Musikalische Weihnachtskalender) mit am Start. Hier findet man wenigstens digital das aktuelle Programm. Denn der LöMuWeiKa hat nur das Wiki, wo steht, wer, wann und wo auftritt und quasi ein musikalisches Türchen öffnet. Aktuell sind 14 „Türchen“ belegt. Wer also spontan noch mitmachen will, ein Geschäft überreden kann oder einen Hausflur findet, kann sich selbst eintragen und losmusizieren.

Na dann, schönen, bunten, warmen und musikalischen Advent!

 

Waldheimer Straße wird saniert!

Ganz nebenbei habe ich auf der Vorstellung zum „Grabeland“ von Frau Häuser erfahren, dass die Vorlage für die Waldheimer Straße jetzt endlich durch den Bauausschuss ist.

Holla, und wieso bekommt der Ortsbeirat davon nichts mit?

Ganz einfach: Die Baukosten liegen bei nur ca. 492.000 € und am Bestand wird nichts verändert. Damit hat der Ortsbeirat nichts zu beraten und wird auch nicht informiert. Der „Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau“ wurde darüber am 6.11.13 informiert und in den Stadtrat geht die Vorlage erst gar nicht, weil es nichts zu beschließen gibt.

Kommendes Jahr wird die Waldheimer Straße vom Bonhoefferplatz bis Mohorner Straße saniert. Das Großpflaster der Fahrbahn wird durch Asphalt ersetzt. Lediglich die Parkstreifen auf beiden Seiten werden mit den vorhanden Steinen gepflastert. Die Straße wird nicht verbreitert und es fallen keine Parkplätze weg.

Bäume werden nicht gepflanzt. Diese gibt es auch jetzt nicht, weil die Straße schmaler ist als die Poststraße in der Verlängerung. Durch die großzügigen Gärten vor den Häusern, ist mir das auch bisher nicht als Mangel aufgefallen.

Die Gaslaternen bleiben! Nach einer langen Abwägung hat man sich dazu entschieden, die Anzahl und die Position der Gaslaternen zu erhalten und nicht auf eine elektrische Beleuchtung umzustellen. Dies ist nur möglich, da die Sanierung im Bestand erfolgt. Bei einer Neuplanung sind solch geringen Beleuchtungsstärken nicht genehmigungsfähig.

Zu einer Sanierung und/oder Austausch vorhandener Medien von DREWAG und Telekom schweigt die Vorlage. Es würde mich aber wundern, wenn diese nicht Chance ergreifen, Leitungen zu tauschen.

Bezahlt wird die Maßnahme aus Städtebaufördermitteln für das Sanierungsgebiet Löbtau 2013/2014.

Die gesamte Vorlage kann man sich im Ratsinformationssystem durchlesen: V2511/13

Die Sanierung der Poststraße steht übrigens auch bevor. Dies ist allerdings umfangreicher und wird hoffentlich auch im Ortsbeirat behandelt. Wenn die Vorlage auftaucht, werde ich darüber berichten.

Grabeland für Löbtau – Pläne für den Park an der Columbusstraße vorgestellt

Gestern Abend haben Florian Ehrler von „freiraumentwicklung ehrler“ und Ricarda Häuser vom Stadtplanungsamt unter dem Dach des WUMS e.V. die Pläne für die Freifläche an der Eichendorff-, Columbus- und Baluschekstraße vorgestellt.

An der Freifläche wird bereits seit zwei Jahren geplant, und die Anwohner aus der Umgebung wurden in mehreren Runden einbezogen. Die Pläne sind nun soweit ausgearbeitet und abgestimmt, dass voraussichtlich im März 2014 die Umsetzung beginnt.

Viel Zeit hat bei der Vorbereitung offenbar die Klärung der Grundstücksfrage gekostet. Nur ein Grundstück gehörte der Stadt. Die anderen Grundstücke konnten von der Stadt erworben werden. Nur eine Ecke bleibt im Besitz von privaten Eigentümern, die dort aber in nächster Zeit nicht bauen möchten.

Ein Wunsch der Bürger ist neu für Löbtau und in dieser Form wohl auch neu für Dresden: Ein Teil der Freifläche kann als sogenanntes „Grabeland“ genutzt werden. Auch die Einrichtung eines Apothekergartens ist angedacht. Die Stadt wünscht sich hier lediglich einen lokalen Ansprechpartner, damit die Fläche nicht verwahrlost und man ggf. jemanden fragen kann, ob und wie das „Grabeland“ genutzt wird.

Wie das konkret läuft und wer mitmacht, möchten Frau Häuser und Herr Ehrler in Kürze mit den Interessenten klären. Dafür waren u.a. Vertreter von Haushalten e.V. anwesend, die das nahe gelegene Wächterhaus betreiben.

Das Risiko für das Amt für Stadtgrün ist recht gering: Klappt dieser Versuch nicht, wird Gras gesät und auch dieser Teil  in die regelmäßige Pflege mit aufgenommen.

Um die Pflanzen gießen zu können, wird ein Brunnen gebohrt und eine Handschwengelpumpe installiert. Die Pumpstelle wird so ausgestaltet, dass das Wasser über eine Rinne versickern kann. Es wird also auch zum „Spielen“ einladen.

Ebenfalls neu für Löbtau wird ein offizieller Grillplatz sein, der über das übliche Verfahren bei der Stadt reserviert werden kann. Damit nicht so viele Einweg-Grills verwendet werden, wird ein fester, witterungs- und vandalismusbeständiger Grill installiert.10291296_626722244070360_7775787039164757962_n

Für Feste wird weiterhin von Eichendorffstraße eine Möglichkeit bestehen, auf das Gelände zu fahren. Dies wird normalerweise durch Poller und Steine verhindert werden. Die Sondernutzung muss in Zukunft dann beim Amt für Stadtgrün beantragt werden.

 

 

 

Eine Ortschaftsverfassung für Dresden?

Auf der gestrigen Sitzung des Ortsbeirats Cotta stand auch der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (A0772/13) zur Einführung einer Ortschaftsverfassung für Dresden zur Beratung an.

Das klingt nach trockener Juristerei und Michael Schmelich (Bündnis 90/Die Grüne, Ortsbeirat in Plauen, Sprecher im Stadtvorstand) hat es nicht geschafft, die Cottaer Ortsbeiräte dafür zu begeistern und alle Bedenken zu zerstreuen. Der Antrag erhielt 5 Ja, 5 Nein und 8 Enthaltungen. Da ein Stimmenpatt vorliegt, gilt der Antrag als abgelehnt.

Aktuell werden Ortsbeiräte nicht von den Bürgern gewählt sondern vom Stadtrat bestimmt. Die Kandidaten werden von den Fraktionen ausgewählt und dem Stadtrat vorgeschlagen. Die Verteilung der Sitze im Ortsbeirat entspricht dem Ergebnis der Parteien im jeweiligen Ortsbereich.

In einem Ortschaftsrat werden die Ortschaftsräte von den Bürgern gewählt. Die Wahl würde mit der Kommunalwahl stattfinden. Dresden hat bereits Ortschaftsräte in den eingemeindeten Ortschaften.

Die Städte und Gemeinden haben in Sachsen gemäß der Gemeindeordnung für den Freistaat Sachsen (SächsGemO) die Möglichkeit, die sogenannte Ortschaftsverfassung einzuführen (§65).

Die Intention des Grünen Antrags(A0772/13)  ist, das nebeneinander von Ortsbeiräten und Ortschaftsräten in Dresden einheitlich zu organisieren und dabei Entscheidungen zu dezentralisieren und somit die Bedeutung der regionalen Entscheidungsgremien aufzuwerten.

Ein Ortsbeirat berät über Vorlagen mit Bezug zum Ortsamtsbereich. Sein Votum ist für den Stadtrat eine Orientierung aber es ist nicht bindend.

Ein Ortschaftsrat entscheidet über Themen, die in §67 SächsGemO geregelt oder in der Hauptsatzung festgelegt sind. Er kann sich auch selbst Themen auf die Tagesordnung setzen (Selbstbefassungsrecht).

Die anderen Ortsbeiräte, die bisher dazu beraten haben, haben zum überwiegenden Teil zugestimmt. Teilweise gab es Änderungen was den Zeitplan angeht. Warten wir also ab, was der Stadtrat dazu berät und entscheidet.

Von Löbtau über Naußlitz nach Wölfnitz – Ferne Wünsche der DVB

Gestern Abend hatte Eva-Maria Stange (MdL, SPD) zusammen mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk ins Rathaus zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Öffentlicher Personennahverkehr im Dresdner Westen eingeladen. Knapp 100 Zuhörer haben sich im großen Saal eingefunden und zwei Stunden interessiert zugehört und diskuttiert.

Neben Frau Stange war auf dem Podium Herr Andreas Hoppe von den DVB (Leiter der Verkehrsplanung), Herr Holger Dehnert vom VVO sowie ein Herr vom Fahrgastbeirat Dresden e.V. Die Moderation hat Christoph Springer von der DNN übernommen und sichergestellt, dass die Veranstaltung wirklich nach 2 Stunden beendet war.

Für die meisten Zuhörer war die Verbindung von und nach Cossebaude am interessantesten. Die Zugverbindung wurde kritisiert, da es nur noch einen Stundentakt nach Dresden gibt und die Züge im Berufsverkehr zudem immer überfüllt seien.

Herr Dehnert hat versucht dafür Verständnis zu gewinnen mit dem Argument, dass der VVO mit geringeren Zuschüssen auskommen muss und verantwortungsvoll im gesamten Netz umgehen muss. Von Cossebaude bis Friedrichstadt hat man ungefähr 600 Fahrgäste, die pro Werktag zusteigen. Für ein Schienenangebot sollten es aber mindestens 1000 sein. Größere oder mehr Züge wollte er nicht zusagen, da weder das Zugmaterial noch die Gelder vorhanden sind. Die Umstellung von Lokbespannten Zügen auf Triebzüge habe dem VVO Geld gespart, weshalb keine Angebote reduziert werden mussten.

Wie zukünftig die Buslinie 94 bedient werden soll, ist nach wie vor nicht beschlossen. Die DVB wünscht sich, den Parallelverkehr von Bus 94 und Straßenbahn 1 auf der Hamburger Straße einzustellen und würde lieber dafür im 10-Minuten-Takt von Cotta bis Cossebaude fahren. Vorraussetzung ist aber eine gute Umsteigehaltestelle an der Warthaer Straße oder am Haltepunkt Cotta. Dieser wird aber erst 2017/18 umgebaut.

Der größte Kritikpunkt an der Verkürzung scheint die Anbindung an das Krankenhaus Friedrichstadt zu sein. Das Ziel Postplatz schien in der Diskussion gar nicht so wichtig zu sein. Für beide Lösungen gab es Für- und Gegensprecher. Bisher haben sich die Ortschaften gegen eine Verkürzung ausgesprochen. Überzeugen kann man sie sicher nur, wenn man die Umsteigebeziehung deutlicher darstellt (wo?, barrierefrei?, Regenschutz?…) und den Fahrgästen zum Krankenhaus eine Alternative anbietet.

Alles hängt vom Geld ab. Das haben alle Beteiligten mehrfach betont und auf die Landespolitik verwiesen.

Ein Projekt fand ich noch spannend: Die Verlängerung der Buslinie 85 von Löbtau-Süd über Naußlitz nach Wölfnitz und vielleicht sogar dann bis Cotta. Die 85 ist mit dem neuen Buskonzept (2009) eingeführt worden und erfreut sich hoher Nachfrage u.a. im Zuge der Nöthnitzer Straße.

Nur wieso endet sie an der Mohorner Straße in Löbtau-Süd? Wäre es nicht geschickter, sie bis zur Tharandter Straße zu verlängern?

Der Frage von Herrn Peschel (Ortsbeirat, CDU) hat Herr Hoppe vehement widersprochen. Wenn die  Linie einmal so geführt würde, ließe sie sich nur noch schwer auf die vorgesehene Route ändern. Die Relation Tharandter Straße – Plauen ist schon jetzt überversorgt aber von Wölfnitz über Naußlitz erhofft man sich zusätzliche Fahrgäste, die die Verlängerung finanzieren.

Und woran scheitert die Verlängerung? An den Straßen in Naußlitz! Diese seien aktuell nicht geeignet für eine Linienbusbedienung. Eine Aufforderung an die Stadt, dieses zu ändern.

Neben dem „Wünsch-Dir-Was“ gab es aber noch ein paar kurze Informationen, zu Projekten, die wirklich vorran gehen:

  • 2014 wird die Komplex-Sanierung der Pennricher Straße erfolgen sowie die Gleis-Sanierung der 12 bis zur Lübecker Straße
  • Ende 2015 / Anfang 2016 wird an der  Haltestelle Tharandter Straße (Boulevard) endlich gebaut

 

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