Monatsarchiv: Januar 2014

Wird der Volkspark Briesnitz bald zugebaut?

Die gestrige Ortsbeiratssitzung hatte nur einen, fast unstrittigen Punkt auf der Tagesordnung. Und doch platzte eine Neuigkeit herein, die alle Anwesenden sichtbar entsetzte: Der Volkspark Briesnitz soll bebaut werden!

Behandelt wurde eigentlich der Antrag der LINKE zu den Ausschreibungsbedingungen zum Verkauf des Geländes des Theater Jungen Generation (TJG). Das TJG zieht ja frühestens Ende 2016 in das dann neu gebaute „Kulturkraftwerk Mitte„. Die frei werdenden Gebäude nebst Grundstücken sollten vollständig verkauft werden um die Finanzierung dieses großen Kulturprojektes zu finanzieren (Stadtratsbeschluss vom 14.07.2011, V1057/11, 57 JA, 8 NEIN, 0 Enthaltungen). Dieser Verkauf ist seit dem Doppelhaushalt 2013/14 (beschlossen am 10.01.2013 mit Stimmen der Grünen, SPD und CDU, V1898/12) nicht mehr notwendig, weil die Finanzierung anders gedeckt werden konnte (u.a. durch die geplante Kurtaxe). Auch bleiben die Werkstätten weiter am jetzigen Standort um Geld zu sparen.

Annekatrin Klepsch (LINKE, Stadtrat, MdL) hat den Antrag der Linken vorgestellt und einen Ortsplan für die Ortsbeiräte aus der Lenkungsgruppe für den Bau des Kulturkraftwerks mitgebracht. Dieser Ortsplan hat es aber in sich. Er stellt einen Plan dar, wonach die Werkstätten auf dem Gelände des Volksparks Briesnitz neu errichtet werden sollen. Nach Fertigstellung soll auf dem bisherigen Werkstättengelände ein neuer Park als Ersatz angelegt werden. Die Idee dahinter ist einleuchtend: Die Theater brauchen kontinuierlich eine funktionierende Werkstatt.Ortsplan TJG-Gelände

Frau Klepsch dachte, der Ortsbeirat oder das Ortsamt wüsste über diese Ideen Bescheid. Auch die Mitglieder aus Briesnitz hatten noch nichts davon gehört. Offenbar hat auch noch niemand mit der IG Briesnitz gesprochen, die sich seit Jahrzehnten für den Erhalt und die Gestaltung des Volksparks Briesnitz einsetzt.

Herr Müller von der SPD, der 2011 bei der Ideenwerkstatt über die Zukunft des TJG-Standortes mitgemacht hat, hatte ebenfalls noch nie etwas von solchen Plänen gehört. Ihm fiel gleich eine lange Liste von Gründen ein, warum das völlig abwegig ist. Angefangen vom begehbaren Labyrinth über den offziellen Grillplatz und der Nutzung durch das Kinder und Jugendhaus INSEL. Vom geschichtlichen Hintergrund mal ganz abgesehen. So wurde der ursprüngliche Briesnitzer Volkspark (auch Schunckpark oder Bürstinghauspark genannt) 1938 geteilt als die Meißner Landstraße verlegt wurde.

 

Wir bleiben auf jeden Fall dran. Wenn so ein Plan tatsächlich in den Ortsbeirat kommt, kann ich mir nicht vorstellen, dass er eine Zustimmung erhalten wird.

 

Dem Antrag der LINKE wurde übrigens mit 7 JA, 6 NEIN und 5 Enthaltungen zugestimmt.

Löbtau bekommt eine Webseite

Gestern tagte die Löbtauer Runde bei Frau Eva-Maria Stange im Bürgerbüro. Die Sprecher der Runde, Felix Liebig und Frau Bösche stellten u.a. die geplante Imagekampagne „Ich bin Löbtau“ und den aktuellen Stand zur Stadtteil-Webseite vor.

Die Idee zu einer Stadtteil-Webseite gibt es schon länger in der Löbtauer Runde. Ein erster, grafischer Entwurf existierte schon vor einem Jahr. Jetzt hat Carsten Möller vom Designbüro Scargo die Entwürfe seiner Projekt-Parterin Nadja Nitsche präsentiert.

Bis zum 1. März wird die Webseite online gehen. Die Adresse verrate ich dann später 😉

Optisch gab es viel Zustimmung. Insbesondere die Überarbeitung des Logos der Löbtauer Runde hatte es wirklich nötig und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

In der Diskussion zeigt sich jedoch, dass das inhaltliche Konzept noch längst nicht fertig ist. Mit der Webseite will sich die Löbtauer Runde mit ihren Akteuren im Stadtteil präsentieren und deren Veranstaltungen besser bewerben. Es sollen aber auch Neu-Löbtauer motiviert werden in den einzelnen Initiativen mitzumachen.

Jedes Mitglied der Löbtauer Runde soll seine Termine selbst eintragen können. Frau Stange wies zu Recht darauf hin, dass der Erfolg der Webseite von der Pflege der Inhalte abhängt.

Die Seite wird mit einem Content-Management-System (CMS) umgesetzt. Dazu wird es eine Einführung geben und Herr Möller steht noch eine ganze Zeit für Fragen zur Verfügung. Ich werde auch gerne mithelfen, Zugangshemmnisse bei den Mitgliedern abzubauen und die Webseite so auf Ihrem Weg zu helfen.

Und dresden-west.de? Das gibt es natürlich weiter. Dies hier ist ja ein Blog mit Meinungen und Kommentaren aus einem noch weiteren Umfeld als Löbtau. Mehr Inhalte aus dem Stadtteil kann ich aber nur begrüßen.

Übrigens: die Löbtauer Runde ist offen für jeden Bürger oder Akteur im Stadtteil. Das nächste Treffen ist am Mi, 12.03.2014.