Monatsarchiv: Februar 2015

Bekommt Löbtau schnelles DSL?

Auf dem Weg zur Fahrradschraubaktion vom Netzwerk „Willkommen in Löbtau“ bin ich am Wochenende über die „Ditch Witch“ auf der Wernerstraße gestolpert. Dieses Gerät hat sich schon 2014 durch Löbtau-Süd gegraben und damals für Telecolumbus Leitungen verlegt. Dies ist eine kostengünstige Möglichkeit um Leerrohre für neue Telekommunikations- oder Signalkabel zu verlegen.

Was passiert jetzt aber auf der Wernerstraße? Ein Thread im „DSL für Dresden“-Forum lässt Hoffnung aufkommen, dass das die Vorarbeiten für den DSL-Ausbau in Löbtau sind. Offenbar plant die Telekom in Löbtau VDSL100 bis Dezember 2015 einzuführen.

DSL in Löbtau ist eine komplizierte Geschichte. Hatte man Anfang der 90er Jahre den Stadtteil „zukunftsweisend“ mit der modernen Glasfaserntechnik ausgestaettet (OPAL-Technik), hatte sich die Technik Anfang der 2000er Jahre als Sackgasse erwiesen. Die aufkommende DSL-Technik funktioniert nicht über eine optische Faser. ISDN war bis 2005 das schnellste, was man für Datenverbindungen im Stadtteil bekommen konnte.

Zwischen 2005 und 2009 wurde dann parallel zur Glasfaser, neue Kupferleitungen verlegt und Löbtau-Süd und Nord zum überwiegenden Teil mit DSL6000 ausgebaut. Die relativ wuchtigen DSL-Schaltkästen sind damals neu im Straßenbild aufgetaucht. Hier enden die Kupferkabel aus den umliegenden Häusern. Die Bestellung von DSL war zum Teil kompliziert. Manchmal konnte die Telekom ihre eigenen Produkte nicht bestellen. Mitbewerber haben sich auch regelmäßig sehr ungeschickt angestellt, den „Sonderfall Löbtau“ bei der Telekom richtig zu bestellen.

In den letzten Monaten haben mich immer wieder Einzelfälle erreicht, die keinen DSL-Anschluss in Löbtau bekommen, obwohl die genannten Häuser definitiv erschlossen sind. Vielleicht ist durch den Bevölkerungszuwachs die aktuelle Technik tatsächlich an gewissen Stellen ausgelastet, so dass es keine Anschlussmöglichkeit mehr gibt.

Ein guter Punkt für den Austausch ist nach wie vor das Forum der Initiative „DSL für Dresden“. Das Forum gibt es schon seit dem ersten Ausbau von DSL in Löbtau und wird nach wie vor rege von DSL-suchenden genutzt. Ich freue mich aber auch auf Hinweise in den Kommentaren.

Werkstätten und Briesnitzer Volkspark tauschen den Platz

Jetzt wird es konkret. Gestern hat der Ortsbeirat dem Neubau der Werkstätten auf dem Gelände des Volksparks Briesnitz ohne Gegenstimmen zugestimmt. Die Werkstätten werden vom tjg – theater junge generation und der SOD – Staatsoperette Dresden gemeinsam für die Produktion von Bühnenkulissen genutzt. An der Spielstätte im Kraftwerk Mitte wird es nur Werkstätten für den Tagesbetrieb geben. Auf diesen Kompromiss hat man sich im Stadtrat geeinigt um die Kosten am Kraftwerk Mitte zu reduzieren.

Das Projekt des Werkstättenneubaus lief in der Kommunikation doch sehr holprig an. Nur nebenbei rutschte im Januar 2014 in der Ortsbeiratssitzung die Information heraus, dass die Werkstätten möglicherweise einen Teil des Volksparks belegen werden. Bis dahin sind alle Interessierten davon ausgegangen, dass die alten Werkstätten abgerissen und an der selben Stelle neu errichtet werden. Im folgenden hat man dann die Beteiligten intensiver informiert und sich ausgetauscht. Insgesamt fünf Treffen soll es wohl in der Zwischenzeit z.B. zwischen KID (Kommunale Immobilien Dresden GmbH und Co KG) und dem Frauenbildungszentrum gegeben haben.

Ganz kritiklos ging die Vorlage dann aber doch nicht durch im Ortsbeirat. So soll die Feuerstelle und das Labyrinth in den neuen Park umziehen. Das erfolgt erst, wenn der Neubau fertig und der Altbau abgerissen ist. D.h. ein Jahr wird es beides nicht geben.

Weiter wird die Parkgestaltung dann aber nicht im Rahmen dieses Projekts gehen. Das war den Ortsbeiräten doch zu wenig. Zu viel Engagement und Herzblut hängt am bisherigen Volkspark. So einigte man sich auf drei Ergänzungen der Beschlussvorlage, die sicherstellen sollen, dass umgehend nach Beendigung des Projekts die Parkgestaltung angegangen werden kann. Dazu soll bis Dezember 2015 dem Stadtrat ein Konzept vorgelegt werden. Dabei soll auch der Zugang zum Elbradweg sichergestellt sein.

Jetzt muss nur noch der Stadtrat über die Vorlage und den Änderungen entscheiden.

Zeitplan:

  • Baubeginn: Mai 2015
  • Bauende: Juni/Juli 2016

Grüne unterstützten die Kandidatur von Dr. Eva-Maria Stange als OB-Kandidatin

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung des Kreisverbands Dresden von Bündnis 90/Die Grünen hat sich Frau Dr. Eva-Maria Stange als unabhängige Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl am 07. Juni 2015 vorgestellt. Der Vorstellungsrede schloss sich eine umfangreiche Fragerunde an. Frau Stange wurden Fragen zum Erhalt der Kleingärten, zum Ausbau von Breitbandanschlüssen, zur Ortschaftsverfassung bis hin zu einer verkehrsberuhigten Innenstadt gestellt.

Am Ende haben die Mitglieder in geheimer Wahl über Unterstützungsantrag abgestimmt. Die Zustimmung von 54 von 55 Stimmen war mehr als deutlich.

Was hat das mit dem Dresdner Westen zu tun?

Nun, Frau Stange betreibt seit 2009 ein Bürgerbüro auf der Rudolf-Renner-Straße in Löbtau und nutzt dieses Büro intensiv um sich im Dresdner Westen zu vernetzen. Sie wohnt heute in Altfranken, hat viele Jahre in Gorbitz gewohnt und kennt den Westen aus verschiedenen Lebensperspektiven.

Das Bürgerbüro macht regelmäßig Veranstaltungen aber auch bei externen Veranstaltungen, Netzwerktreffen und Stadtteilrunden ist sie oder einer ihrer Mitarbeiter mit dabei. Dadurch findet sich ihr Name auch regelmäßig in diesem Blog (–> Suche oben rechts).

Dieses aktive Dialogbereitschaft mit den unterschiedlichen Interessensträgern zeichnet sie aus. Eine Eigenschaft, die der Landeshauptstadt insgesamt nur gut tun kann.

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