Ein Drittel der Poststraße ist fertig

Noch vor Ostern ist der erste Bauabschnitt bei der Sanierung der Poststraße abgeschlossen worden. Damit ist etwa ein Drittel der Baumaßnahme erledigt und die Straße kann wieder zum fahren und parken genutzt werden.

In diesem Abschnitt stehen sowohl Quer- als auch Längsparkplätze zur Verfügung. Laut Plan müssten es ca. 34 Parkplätze sein. Ich habe beim vorbeigehen weniger gezählt bzw. habe Zweifel, dass die Längsparkplätze so platzoptimiert genutzt werden.

Dem gegenüber stehen ganze 4 (!) Fahrradbügel. Da hätte ich mir deutlich mehr gewünscht. Die Baumstützen sind nur ein paar Jahre eine Alternative und die Straßenbeleuchtung nur mäßig geeignet.

Bei der Beleuchtung hat man die historischen Leuchten aber mit elektrischen Betrieb aufgebaut. Das ist auch wirklich nötig. Die Waldheimer Straße wurde noch als „Technisches Denkmal“ saniert. Hier funzelt noch die originale Gasbeleuchtung, was technisch interessant ist aber leider kaum den Fußweg ausleuchtet.

Die Fahrbahn im ersten Abschnitt ist nun 6 Meter breit. Im folgenden Abschnitt Richtung Bonhoefferplatz soll sie 5,50 Meter haben. Es sieht auch tatsächlich enger aus. Die Straßenbreite war ja auch der Grund, dass die 9 alten Bäume gefällt werden mussten. Ich war bekanntlich kein Fan davon, aber der Ortsbeirat und der Stadtratsausschuss haben sich 2014 für diese Vorzugsvariante ausgesprochen (siehe Vorlage unter Links). Übrigens sind auch in diesem ersten Bauabschnitt Bäume gefällt worden, die eigentlich erhalten werden sollten.

Eine Neuigkeit liegt übrigens unter der Erde: Auch eine Fernwärmeleitung wurde in der Poststraße verlegt. Zumindest lag da nach meinem Wissen keine Leitung vorher. Die Häuser in Löbtau werden meist per Gasheizung und in seltenen Fällen per Heizöl beheizt, weil die Fernwärmetrasse vom nahen Kraftwerk Nossener Brücke an diesem Stadtteil vorbeilaufen.

Links

Hier im Blog

Vorlage im Ratsinformationssystem

Presse

Ehemalige Schulen in der Ginsterstraße sollen Übergangswohnheim werden

Gestern beriet der Ortsbeirat Cotta gut zweieinhalb Stunden über die Vorlage „Finanzierung von Maßnahmen zur Schaffung zusätzlicher Unterbringungskapazitäten für besondere Bedarfsgruppen in den Jahren 2015/2016 (V0848/15)“. Dabei ging es im Ortsbeirat weniger um die Finanzierung. Damit befasst sich dieses Gremium nicht. Sondern um die tatsächlichen Objekte, die die Stadtverwaltung jetzt kurzfristig für die Unterbringung von Asylsuchenden verwenden möchte.

Für den Ortsamtsbereit Cotta enthält die Vorlage nur einen Standort, der hinzukommt. Dieser hat es aber in sich. So ist geplant, die zwei ehemaligen Schulgebäude auf der Ginsterstraße 1+3 für insgesamt 618 Bewohner herzurichten.

Baulichen müssen für diese Nutzungsänderung insbesondere Brandschutzmaßnahmen (Brandabschnitte, Brandmeldeanlage, etc.) umgesetzt werden. Darüber hinaus muss einiges repariert werden (Dach, Fenster) und schließlich zusätzliche Sanitäreinrichtungen eingebaut werden. Am Ende kommt ein Betrag von 2,5 Mio Euro zusammen. Für die damit geschaffenen Plätze wäre die Summe tatsächlich sogar vergleichbar günstig. Aber das interessiert am gestrigen Abend nicht mal.

Der Hauptkritikpunkt war von allen Seiten die Menge der Menschen, die an diesem Standort untergebracht werden sollen. Schon jetzt wohnen in Gorbitz viel mehr Asylsuchende als in anderen Stadtteilen. Bisher war ja auch die dezentrale Unterbringung der Asylsuchenden in Wohnungen ein Ziel, welches auch die Grünen unterstützt haben. Wenn sich aber der Großteil der „dezentralen“ Wohnungen auf wenige Häuserblöcke konzentriert, geht der positive Effekt verloren.

Die Nachfragen beim Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann, der die Vorlage vorgestellt hat, haben u.a. Folgendes ergeben:

  • Die planerische Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Dabei weiss natürlich niemand, wie lange sie tatsächlich sein wird.
  • Ein Sicherheitskonzept wird mit dem zukünftigen Betreiber erstellt. Ein Betreiber kann erst gesucht werden, wenn das Objekt realisiert ist. Ein Zaun um die Einrichtung ist vorgesehen.
  • Gemeinschaftsräume und Küchen werden realisiert. Man hält sich da weitestgehend an die Verwaltungsvorschrift des Freistaats.
  • Es wird mindestens einen Tag der Offenen Tür vor der Eröffnung geben. Weitere Bürgerinformationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geplant.

Auch die neue Quartiersmanagerin Nicole Kreißl plädierte als Gast dafür, den Standort nicht in dieser Größe zu realisieren und lieber den Raum dazu zu nutzen, Angebote für die Begegnung und Integration zu schaffen.

Die anwesenden Eltern sowie die Betreiberin der angrenzenden Kita vom OMSE e.V. forderten frühzeitige Informationen und Beteiligung von der Stadtverwaltung. Dieses „Henne-Ei“-Problem wurde mehrfach kritisiert: Die Stadt möchte Bürgerinformationen erst durchführen, wenn die Standorte durch den Stadtrat beschlossen sind. Dagegen möchten die Bürger gerne schon mitreden bzw. informiert sein, bevor der Stadtrat Fakten schafft. Die Kommunikation mit den Bürgern ist und bleibt eine große Herausforderung.

Die gesamte Diskussion führte zu einem interfraktionellem Ergänzungsantrag von LINKE, SPD, Piraten und BÜNDNIS 90/Die Grünen. Dieser beinhaltet die Reduzierung auf 300 Plätzen in einem Haus, fordert ein Sicherheitskonzept, ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit und einen besseren Betreuungsschlüssel. Dieser Ergänzungsantrag wurde mit einer großen Mehrheit (20 Ja, 1 Nein) angenommen.

Die gesamte Vorlage wurde mit Stimmen von LINKE, SPD, Piraten, FDP und BÜNDNIS 90/Die Grünen angenommen (12 Ja). Die CDU (6 Stimmen) hat sich enthalten und AfD (2 Stimmen) und NPD (1 Stimme) dagegen gestimmt.

Kommenden Donnerstag, am 10. Dezember 2015 berät und entscheidet der Stadtrat über die gesamte Vorlage inklusive Ergänzungsanträge.

Termine

  • Beratung im Stadtrat am Donnerstag, 10.12.2015
  • geplanter Bezug der Ginsterstraße 1+3 ab 01.04.2016

Links

Bald geht’s los in der Poststraße

Es scheint nun ernst zu werden in der Poststraße. Ich bin gerade im Urlaub aber per Twitter hat man mich drauf hingewiesen, dass die Anwohner jetzt über die bevorstehende Baumaßnahme informiert wurden:

Offenbar gibt es jetzt sogar Zettel an den Bäumen mit einem Verweis auf diesen Blog. Das ist natürlich sehr freundlich. Von mir kommen die Zettel allerdings nicht und der Blog-Artikel zur Poststraße ist auch schon über ein Jahr alt und die Kommentarfunktion bereits geschlossen.

Nun denn, die Entscheidung für den Ausbau ist noch im „alten“ Stadtrat gefallen. Dran zu rütteln ist da jetzt – nach meiner Kenntnis – leider nichts mehr. Trotzdem darf man sich hier gerne positiv wie negativ äußern. Aber bitte mit Argumenten und ganzen Sätzen 😉

@Jan: Danke für die Bilder. @Unbekannt: Danke für die Aushänge.

Links / Presse

Offener Brief von Rot-Grün-Rot-Orange zur Neubesetzung des Quartiersmanagement Gorbitz

Zur Ausschreibung und Neuvergabe des Quartiersmanagement Gorbitz haben die Ortsbeiräte von LINKE, SPD, Piraten und Bündnis 90/Die Grünen einen offenen Brief an die Stadtverwaltung geschrieben.

Sehr geehrter Herr Hilbert, sehr geehrter Herr Marx, sehr geehrter Herr Szuggat,

die Ortsbeiräte der Bündnis 90/Die Grünen, der LINKEN, der Piraten und der SPD missbilligen ausdrücklich das Vorgehen und das Ergebnis der Neuausschreibung des Quartiersmanagements (QM) Gorbitz durch das Stadtplanungsamt im Geschäftsbereich Stadtentwicklung!

Die scheinbar sachliche Begründung, dass eine Ausschreibung aufgrund der Schwerpunktverschiebung, von städtebaulichen hin zu sozialen Aspekten, notwendig wird, mag formal richtig sein. In der Sache wird ihr aber vor allem das Ergebnis der Ausschreibung nicht gerecht. Diesen Wandel hat das aktuelle QM mit Herrn Ulrich Krause und Herrn Wolfgang Müller bereits vollzogen.

Wie wenig sensibel die städtischen Verantwortlichen in dieser Sache vorgegangen sind, lässt sich am Zeitpunkt der Neubesetzung des QM ablesen. Die derzeitige Situation in Gorbitz, mit der unglücklichen Konzentration von Asylsuchenden in dem sozialen Brennpunkt um die Sanddornstraße und am Amalie-Dietrich-Platz erfordert ein hohes Maß an Feingefühl für die soziale Struktur und das Vertrauen der Bewohner dieses Stadtteiles. Genau dies hatten sich Herr Krause und Herr Müller in den letzten Jahren erarbeitet.

Obwohl davon auszugehen ist, dass schon längerfristig eine Neuausschreibung geplant war, wurden die beiden Herren noch nicht einmal zum Zeitpunkt ihrer Präsentation in der Sitzung des Ortsbeirates Cotta am 04.12.2014 über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt. Dieses Vorgehen ist nur ein Zeichen für den wenig respektvollen Umgang mit dem aktuellen QM. Auch die Mitglieder des Ortsbeirates wurden in dieser Sitzung nicht über das Vorhaben informiert.

Die Folgen dieser aus unserer Sicht völlig unnötigen Neubesetzung sind aktuell noch gar nicht überschaubar. Es scheint dem Stadtplanungsamt völlig gleichgültig zu sein, dass soziale Netzwerke und Strukturen zerstört werden, die für den Stadtteil Gorbitz und dessen Bewohner von immenser Bedeutung sind. So spielte z.B. bei der Integration Asylsuchender das QM eine herausragende Rolle. Diese kann nicht so einfach durch den Austausch der handelnden Personen gleichwertig ausgefüllt werden. Auch die Zukunft des Stadtteilfestes „Westhangfest“ und des „Westhanglaufes“ ist ungewiss. Die Stadtteilzeitung „Westhangpost“ wird wohl zum letzten Mal erscheinen.

Wir halten Herrn Ulrich Krause und Herrn Wolfgang Müller auch nach dieser für uns unverständlichen Entscheidung zur Neubesetzung des Quartiersmanagements Gorbitz für absolut geeignet, die 2006 übernommenen Aufgaben fortzuführen.

Links:

Eröffnung des Bewegungsparks Volksbadgarten

Heute, zum ersten bundesweiten Tag der Städtebauförderung, wurde der Bewegungspark Volksparkgarten eröffnet. Bisher waren Vorbeigehende mit einem Hinweisschild vertröstet worden, dass die Pflanzen noch Zeit zum Anwachsen brauchten, und das war auch gut so. Die Eröffnungsfeier  heute war mit vielen kleinen und großen Gästen sehr gut besucht, der Rasen wurde entsprechend strapaziert, und die Bewegungsangebote wurden gleich rege ausprobiert.

Nach der Eröffnungsrede durch den Kulturbürgermeister, Herrn Dr. Lunau, sangen Kinder der benachbarten Kindertagesstätte “FunkelDunkelLichtgedicht” ein paar Ständchen. Im Anschluss lud die KiTa-Leiterin zu einer kleinen Führung durch das ehemalige Volksbad ein. Frau Häuser vom Stadtplanungsamt und Herr Ehrler vom Büro freiraumentwicklung ehrler führten durch den Park. Unterstützt wurden sie von Herrn Hessel von der AG Löbtauer Geschichte, der am sogenannten Maschinenpark im hinteren Teil der Fläche ein paar Erläuterungen zur ehemaligen Maschinenfabrik Simon gab.

Eine sehr gelungene Veranstaltung und ein wunderbares neues Freiraumangebot für Löbtau!

Die Planungen zum Volksbadgarten waren schon im April 2012 und im April 2013 im Rahmen der Bürgerbeteiligung mit Anwohnern diskutiert worden, und im September 2014 gab es die Gelegenheit, die Baustelle im Rahmen der Gartenspaziergänge zu besichtigen.

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