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Keine Neuigkeiten auf der Bürgerversammlung Kesselsdorfer Straße

Heute fand in Aula der 36. Mittelschule eine Bürgerversammlung zum Thema Parkplätze  auf der Kesselsdorfer Straße statt. Eingeladen hatte der Gewerbeverein Kellei, den Leiter des Straßen und Tiefbauamts Reinhard Koettnitz. Dieser kam mit zwei Fachgebietsleitern und hat die Situation auf der Kesselsdorfer Straße umrissen und sich den Fragen aus dem Publikum gestellt.

Ergebnis? Null.

Mehr hatte ich auch nicht erwartet. Und so ging es vielen anderen auch, die gleich gar nicht gekommen sind. Die Aula war kaum ein Drittel gefüllt.  Und dieses Drittel bestand dann aus den üblichen „Verdächtigen“: Gewerbeverein und Gewerbetreibende, Ortsbeiräte, ADFC und mindestens drei Vertretern der Presse.

Gebetsmühlenhaft und ruhig hat Herr Koettnitz immer wieder versucht die Zusammenhänge zu erklären um beim nächsten Fragenden wieder von vorne anzufangen. Um den Job ist er wirklich nicht zu beneiden.

Kurz: es werden an jeder möglichen Stelle der Kesselsdorfer Parkplätze gebaut und der Radweg an diesen Stellen entfernt. Radfahrer dürfen dann meist (aber nicht immer) auf dem Fußweg fahren. Oder eben auf der Straße.

Besser kann es erst werden, wenn die Kesselsdorfer in vielleicht 10-15 Jahren saniert wird und der Straßenquerschnitt neu geordnet wird. Der Platz würde ausreichen und Ideen dafür gibt es.

Allen recht machen, kann es Koettnitz momentan nicht. Die Fahrradfahrer sind unzufrieden (obwohl sie jetzt auf der Straße fahren dürfen), die Gewerbetreibenden sind unzufrieden (obwohl sie neue Parkplätze auf den Fußwegen bekommen) und jeder hat seine Ladentür, sein Auto oder sein Fahrrad im Kopf. Nur in einem scheinen sich alle einig: attraktiv ist die Kesselsdorfer nicht.

Und doch gibt es ein paar Neuigkeiten: So hat Herr Koettnitz die Sanierung des letzten Stücks der Wernerstraße für den Zeitraum Juli bis November 2012 angekündigt – wenn nichts dazwischen kommt.

Und wenn die Sanierung der Wernerstraße fertig ist, kann er sich auch weitergehende Sofortmaßnahmen an der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße vorstellen.

Warten wir’s ab.

 

Neue Variante 13 für die Zentralhaltestelle Kesselsdorfer

Auf der Einwohnerversammlung zur Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße hat am Montag, 21.06.2010 Jörn Marx (CDU) und der Verkehrsplaner Axel Wittstock wenige Details zur Planungsvariante 13 vorgestellt.

Nach Aussage von Jörn Marx (CDU) hat die Verwaltung auf eigene Initative angefangen, an dieser Variante zu planen. Beim Workshop zur Zentralhaltestelle im Mai 2009 haben sich zwei der damals 12 Varianten als umsetzbar herauskristalisiert. Diese Varianten 1 („Boulevard“, ohne Autoverkehr im Bereich der Haltestelle) und 9 (eine Fahrspur in Richtung Stadt) sollte die Verwaltung nun zur Beschlussreife ausarbeiten.

Stattdessen bemüht sich das Stadtplanungsamt zusammen mit einem neuen, externen Planungsbüro mit Variante 13 eine Lösung zu entwickeln, die alle Verkehrsteilnehmern und die Gewerbetreibenden unter einen Hut bekommt.

Soweit ist der Ansatz ja löblich. Wenn man aber bedenkt, dass die Planungen für den Bereich Zentralhaltestelle bereits seit 1994 laufen und seit 2002 im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) vom Stadtrat festgeschrieben wurden, dann wundert man sich doch sehr, warum jetzt wieder mal von vorne begonnen wird.

Die Grundideen zur Variante 13 sind haarsträubend:

  • Im Bereich der Haltestelle werden die Radwege auf der Fahrbahn in der Mitte der Straße geführt. Die Straßenbahn und die Busse halten am Bürgersteig.
  • Vor und hinter der Haltestelle müssen die Radfahrer in einem Schlenker über die Straßenbahngleise um dann wieder rechts davon fahren zu können.
  • Um als Radfahrer einkaufen zu können, muss man rechtzeitig auf den Fussweg wechsel, der dann viel enger ist.
  • Das Problem der querenden Fussgänger wird schlechter als jetzt.
  • Mit 7-9 Signalanlagen muss man pro Richtung Autofahrer, Straßenbahn und Bus, Radfahrer und Fussgänger führen, damit sie durch dieses komplizierte Zopfmuster durchkommen. Ob vor lauter Ampeln überhaupt noch Autos fahren können ist noch nicht geklärt.

So sehr ich Variantenuntersuchungen unterstütze, so finde ich die Beschäftigung mit Variante 13 reine Zeit und Geldverschwendung. Man muss kein Verkehrsplaner zu sein um aus den wenigen Angaben das Ergebnis dieser Untersuchung abschätzen zu können: zu gefährlich, zu teuer und keine Verbesserung der Ist-Situtation.
Einziger Beführworter dieser Variante ist der Gewerbeverein Kesselsdorfer Strasse, dessen Vorsitzender  Horst Uhlig auch CDU-Stadtrat und Mitglied im ?Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau ?ist.

Viele Wortmeldungen auf der Einwohnerversammlung waren für die Variante 1 („Boulevard“) auch wenn zahlreiche Bedenken bezüglich der Wernerstraße und des Nebenstraßennetz geäussert wurden.

Der Stadtrat muss sich nun mit den Argumenten der Bürger beschäftigen. Vielleicht beschleunigt das ein klein Wenig den Vorgang. Mehr kann man leider nicht erwarten.

    Einwohnerversammlung zur Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße beschlossen

    In seiner 13. Sitzung hat der Stadtrat gestern über den Antrag der LINKEN zur Einberufung einer Einwohnerversammlung zur Kesselsdorfer abgestimmt. Dieser Antrag hing seit Januar auf der Tagesordnung und wurde von Monat zu Monat vertagt. LINKE und SPD hatten u.a. für diesen Antrag eine Sondersitzung beantragt um den Stau auf der Tagesordnung aufzulösen.

    Der Stadtrat hat entschieden, dass bis 23. Juni 2010 eine Einwohnerversammlung gemäß $22 der Sächsischen Gemeindeordnung durchzuführen ist. Die FDP, die im Ortsbeirat noch dafür gestimmt hat, hat im Stadtrat gegen den Antrag votiert.

    Siehe auch z.B.

    UPDATE 09.06.2010: Der Termin für die Einwohnerversammlung fest:
    Montag, der 21. Juni 2010, 19 Uhr im Festsaal des Rathauses, Dr.-Külz-Ring 19

    Ortsbeirat fordert Einwohnerversammlung zur Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße

    In der Sitzung des Ortsbeirats Cotta vom 3.12.2009 wurde über den Antrag der  Stadtratsfraktion DIE  LINKE beraten, der zum Ziel hat eine Einwohnerversammlung zum Thema Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße zu veranstalten.

    Stadtrat  André Schollbach hat den Antrag und den Zweck einer Einwohnerversammlung gemäß $22 der Sächsischen Gemeindeordnung kurz vorgestellt und um Zustimmung trotz aller Grabenkämpfe geworben.

    Die FDP hat zunächst für Unterhaltung gesorgt mit der Frage ob nur Bürger oder auch Gewerbetreibende zu der Veranstaltung eingeladen werden.
    Man war sich aber schnell einig, dass Gewerbetreibende auch Bürger sind und nicht im Ortsamtsbereich aber in der Gemeinde – also der Landeshauptstadt Dresden – wohnen müssen.

    Um sicher zu gehen, dass niemand vergessen wird, hat die FDP den Änderungsantrag gestellt, auch Vertreter des ADFC, ADAC und der Gewerbetreibenden einzuladen.

    Ich habe dann für Bündnis 90/Die Grünen beantragt, auch alle Teilnehmer (BIs, VCD, etc..) des Workshops vom Mai 2009 einzuladen. Wir haben uns dann schnell auf einen interfraktionellen Antrag geeinigt.

    Und der wurde mit 18 Ja-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

    Der Antrag findet sich mit Änderung im Ratsinfo-System.