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Grüne unterstützten die Kandidatur von Dr. Eva-Maria Stange als OB-Kandidatin

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung des Kreisverbands Dresden von Bündnis 90/Die Grünen hat sich Frau Dr. Eva-Maria Stange als unabhängige Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl am 07. Juni 2015 vorgestellt. Der Vorstellungsrede schloss sich eine umfangreiche Fragerunde an. Frau Stange wurden Fragen zum Erhalt der Kleingärten, zum Ausbau von Breitbandanschlüssen, zur Ortschaftsverfassung bis hin zu einer verkehrsberuhigten Innenstadt gestellt.

Am Ende haben die Mitglieder in geheimer Wahl über Unterstützungsantrag abgestimmt. Die Zustimmung von 54 von 55 Stimmen war mehr als deutlich.

Was hat das mit dem Dresdner Westen zu tun?

Nun, Frau Stange betreibt seit 2009 ein Bürgerbüro auf der Rudolf-Renner-Straße in Löbtau und nutzt dieses Büro intensiv um sich im Dresdner Westen zu vernetzen. Sie wohnt heute in Altfranken, hat viele Jahre in Gorbitz gewohnt und kennt den Westen aus verschiedenen Lebensperspektiven.

Das Bürgerbüro macht regelmäßig Veranstaltungen aber auch bei externen Veranstaltungen, Netzwerktreffen und Stadtteilrunden ist sie oder einer ihrer Mitarbeiter mit dabei. Dadurch findet sich ihr Name auch regelmäßig in diesem Blog (–> Suche oben rechts).

Dieses aktive Dialogbereitschaft mit den unterschiedlichen Interessensträgern zeichnet sie aus. Eine Eigenschaft, die der Landeshauptstadt insgesamt nur gut tun kann.

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Von Löbtau über Naußlitz nach Wölfnitz – Ferne Wünsche der DVB

Gestern Abend hatte Eva-Maria Stange (MdL, SPD) zusammen mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk ins Rathaus zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Öffentlicher Personennahverkehr im Dresdner Westen eingeladen. Knapp 100 Zuhörer haben sich im großen Saal eingefunden und zwei Stunden interessiert zugehört und diskuttiert.

Neben Frau Stange war auf dem Podium Herr Andreas Hoppe von den DVB (Leiter der Verkehrsplanung), Herr Holger Dehnert vom VVO sowie ein Herr vom Fahrgastbeirat Dresden e.V. Die Moderation hat Christoph Springer von der DNN übernommen und sichergestellt, dass die Veranstaltung wirklich nach 2 Stunden beendet war.

Für die meisten Zuhörer war die Verbindung von und nach Cossebaude am interessantesten. Die Zugverbindung wurde kritisiert, da es nur noch einen Stundentakt nach Dresden gibt und die Züge im Berufsverkehr zudem immer überfüllt seien.

Herr Dehnert hat versucht dafür Verständnis zu gewinnen mit dem Argument, dass der VVO mit geringeren Zuschüssen auskommen muss und verantwortungsvoll im gesamten Netz umgehen muss. Von Cossebaude bis Friedrichstadt hat man ungefähr 600 Fahrgäste, die pro Werktag zusteigen. Für ein Schienenangebot sollten es aber mindestens 1000 sein. Größere oder mehr Züge wollte er nicht zusagen, da weder das Zugmaterial noch die Gelder vorhanden sind. Die Umstellung von Lokbespannten Zügen auf Triebzüge habe dem VVO Geld gespart, weshalb keine Angebote reduziert werden mussten.

Wie zukünftig die Buslinie 94 bedient werden soll, ist nach wie vor nicht beschlossen. Die DVB wünscht sich, den Parallelverkehr von Bus 94 und Straßenbahn 1 auf der Hamburger Straße einzustellen und würde lieber dafür im 10-Minuten-Takt von Cotta bis Cossebaude fahren. Vorraussetzung ist aber eine gute Umsteigehaltestelle an der Warthaer Straße oder am Haltepunkt Cotta. Dieser wird aber erst 2017/18 umgebaut.

Der größte Kritikpunkt an der Verkürzung scheint die Anbindung an das Krankenhaus Friedrichstadt zu sein. Das Ziel Postplatz schien in der Diskussion gar nicht so wichtig zu sein. Für beide Lösungen gab es Für- und Gegensprecher. Bisher haben sich die Ortschaften gegen eine Verkürzung ausgesprochen. Überzeugen kann man sie sicher nur, wenn man die Umsteigebeziehung deutlicher darstellt (wo?, barrierefrei?, Regenschutz?…) und den Fahrgästen zum Krankenhaus eine Alternative anbietet.

Alles hängt vom Geld ab. Das haben alle Beteiligten mehrfach betont und auf die Landespolitik verwiesen.

Ein Projekt fand ich noch spannend: Die Verlängerung der Buslinie 85 von Löbtau-Süd über Naußlitz nach Wölfnitz und vielleicht sogar dann bis Cotta. Die 85 ist mit dem neuen Buskonzept (2009) eingeführt worden und erfreut sich hoher Nachfrage u.a. im Zuge der Nöthnitzer Straße.

Nur wieso endet sie an der Mohorner Straße in Löbtau-Süd? Wäre es nicht geschickter, sie bis zur Tharandter Straße zu verlängern?

Der Frage von Herrn Peschel (Ortsbeirat, CDU) hat Herr Hoppe vehement widersprochen. Wenn die  Linie einmal so geführt würde, ließe sie sich nur noch schwer auf die vorgesehene Route ändern. Die Relation Tharandter Straße – Plauen ist schon jetzt überversorgt aber von Wölfnitz über Naußlitz erhofft man sich zusätzliche Fahrgäste, die die Verlängerung finanzieren.

Und woran scheitert die Verlängerung? An den Straßen in Naußlitz! Diese seien aktuell nicht geeignet für eine Linienbusbedienung. Eine Aufforderung an die Stadt, dieses zu ändern.

Neben dem „Wünsch-Dir-Was“ gab es aber noch ein paar kurze Informationen, zu Projekten, die wirklich vorran gehen:

  • 2014 wird die Komplex-Sanierung der Pennricher Straße erfolgen sowie die Gleis-Sanierung der 12 bis zur Lübecker Straße
  • Ende 2015 / Anfang 2016 wird an der  Haltestelle Tharandter Straße (Boulevard) endlich gebaut

 

Kleine Verbesserung an der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße

Seit ein paar Tagen kann man an der Ecke Gröbelstraße / Kesselsdorfer Straße beobachten, wie allerlei  Signaltechnikfirmen eine Bauampel für Autos, Bus, Bahn und Fußgänger aufbauen.

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Gestern nun hat die DVB über Twitter bekanntgegeben, dass ab voraussichtlich den 12. Januar die Busse 61 und 63 wieder auf ihrer normalen Haltestelle abfahren werden. Diese werden seit Juli 2012 an der provisorischen Haltestelle in der Gröbelstraße erreicht. Grund war zunächst die Sanierung und Komplettsperrung der Wernerstraße.

Doch auch nach Fertigstellung der Wernerstraße Anfang November 2012 fuhren die Busse diese Umleitung und „nervten“ damit nicht nur Fahrgäste sondern auch Anwohner der Gröbel- und Schillingstraße. Ein Grund dafür war nicht ersichtlich.

Mit der provisorischen Ampel kann die DVB nun mit den Bussen, die vom Parkplatz in der Gröbelstraße kommen, links abbiegen. Warum sie nicht mehr den Umweg über die Wernerstraße und Reisewitzer Straße fahren wollen, ist mir unklar.

Klar ist mir aber der Vorteil für die Fußgänger und umsteigenden Fahrgäste: so gibt es dann endlich eine Fußgängerampel an dieser stark frequentierten Stelle. Diese Ampel war auch ein Vorschlag mehrerer Initiativen für provisorische Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an der Haltestelle. Die Stadt hat dies stets abgelehnt, weil sie Staus fürchtet und  den Bedarf nicht nachvollziehen könne. Stattdessen hat man die völlig unbeachtete und nie kontrollierte Tempo 20-Zone entlang der Haltestelle eingeführt.

Ich freu mich, dann endlich legal und lebend über die Straße zu kommen 🙂

 

 

Ortsbeirat stimmt der Neuordnung der Schulbezirke Cotta 1+2 zu

Auf der gestrigen Sondersitzung des Ortsbeirats Cotta stand als einziger Tagesordnungspunkt die Neuordnung der Grundschulbezirke im Ortsamt Cotta.

Der Zusammenlegung beider Grundschulbezirke hatte sowohl der Ortsbeirat als auch der Stadtrat widersprochen. So sah sich das Schulverwaltungsamt gezwungen die bestehende Bezirksgrenze leicht zu verschieben.

Hintergrund ist, dass die 74. Grundschule in Gompitz zu klein ist und die in Gründung befindliche 38. Grundschule Naußlitz (Saalhausener Straße) für den bestehenden Bezirk Cotta 2 nicht in dieser Größe nötig wäre.

Nach der Neuordnung werden dem Bezirk Cotta 2 der Stadtteil Naußlitz und die Ortschaft Altfranken zugeschlagen. Naußlitz gehört zum großen Teil bereits jetzt zu Cotta 2. Die Stadtteilgrenze wird mit der Schulbezirksgrenze gleichgezogen. Gut nachverfolgbar ist das im Themenstadtplan („Leben/Arbeiten/Wohnen->Schulen&Bildung->Grundschulbezirke“ und „Allgemeines->Stadtteile“).

Die Diskussion entbrannte vor allem um die Kinder aus Altfranken. Für viele ist 74. Grundschule näher und fußläufig zu erreichen. Für andere ist der Bus 90 zur Grundschule Naußlitz eine machbare Alternative. Der Ortschaftsrat Altfranken hat sich jedenfalls gegen die Neuordnung ausgesprochen. Erwartet wird, dass es in Altfranken zu vermehrten Anträgen kommen wird, den Schulbezirk verlassen zu dürfen. Dies ist ohnehin gängige Praxis und ermöglicht in diesem starren System etwas Flexibilität.

Der Ortbeirat Cotta hat mit 17 zu 2 (SPD) bei 0 Enthaltungen der Vorlage zugestimmt.

Die Sondersitzung war notwendig, da die Schulanmeldungen der Grundschüler für das Schuljahr 2013/14 bereits am 4. und 9. Oktober 2012 stattfinden und der Stadtrat Anfang September dieser Neuordnung noch zustimmen muss.

 

 

Provisorische Maßnahmen an der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße

Wie geht's weiter mit der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer StraßeAm 14. September 2010 hat die SPD mit Eva-Maria Stange zur Veranstaltung „Wie geht’s weiter mit der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße?“ geladen.

Eingeladen war der Baubürgermeister Jörn Marx, der auch bei der Einwohnerversammlung Rede und Antwort gestanden hat. Mitgebracht hat er seinen Verkehrsplaner Axel Wittstock, der die Details aller Planungsvarianten kennt und sehr gut darstellen kann.

Desweiteren war Professor Reinold Maier (TU-Dresden, Professur für Straßenverkehrstechnik) und Jan Bleis von der DVB der Einladung gefolgt.

Ziel des Abends war die Diskussion von provisorischen Maßnahmen, die an der Zentralhaltestelle kurzfristig die Verkehrssicherheit erhöhen können. Denn die Umsetzung der großen Baumaßnahme wird auch bei einer zügigen Entscheidung des Stadtrats frühestens in 2-3 Jahren beginnen können.

Im Ergebnis gibt es eine Liste mit 9 möglichen Maßnahmen, von denen ich zwei besonders hervorheben möchte:

  1. Sperrung des Gleisbereichs für den Autoverkehr: Dadurch müssen die Autos hinter den Bussen warten. Häufige Unfälle mit Fußgängern, die vor dem Bus über die Straße wollen und vom überholenden Auto zu spät gesehen werden, können dadurch vermieden werden.
  2. Errichtung einer Fußgängerampel im Bereich der Gröbelstraße: Hier queren die zahlreichen Fahrgäste der 61 (Endstation) und die Fahrgäste der Straßenbahn häufig die Fahrbahn. Auch Besucher der Sparkasse und der Post queren hier zur Löbtau Passage.

Ob gerade beim zweiten Punkt überhaupt noch ein flüssiger Verkehr zustande kommt, kann zu Recht angezweifelt werden. Ich denke aber, diese Querungshilfe würde sehr gut angenommen werden. Der Weg zur nächsten Fußgängerampel an der Reisewitzer Straße oder zurück an der Löbtauer Straße ist den meisten Menschen zu weit.

Von den Anwohnern kamen Fragen zu den Bussen auf der Gröbelstraße und zum unsanierten Teil der Wernerstraße. Herr Wittstock führt dazu aus, dass für die Busse ein Parkplatz auf der Brachfläche am Ende der Gröbelstraße entstehen. Die Wernerstraße wird vor dem Bau der Zentralhaltestelle saniert.

Auch der Radverkehr vor der Löbtau-Passage wurde kritisiert, weil es hier immer häufiger zu Unfällen und Konflikten mit Fußgängern und wartenden Fahrgästen gibt.

Provisorischen Maßnahmen sind natürlich kein Ersatz für den Komplettumbau. Auch wurde die Frage nicht beantwortet, wann über die zu bauende Variante endlich entschieden werden kann. Trotzdem war die Veranstaltung ein erneuter und nötiger Anstoß, die Situation an der Zentralhaltestelle endlich zu verbessern.

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