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Mitmachen: Kreative Nutzungspotenziale der Kesselsdorfer Straße entdecken

Urbanofeel Postkarten zur AktionMorgen, am Freitag 19.04.13 lädt ab 15 Uhr die „Kooperationsgemeinschaft  u r b a n o f e e_l“ zu einer Straßenumfrage und einen Erlebnisspaziergang an der Kesselsdorfer Straße ein.

Die Ergebnisse davon und weitere Ideen werden dann am Folgetag in einem Workshop („Ideenwerkstadt“) im Werkstadtladen auf der Wernerstraße ausgearbeitet.

Die Ergebnisse sollen dann ab 2. Mai im Kino in der Fabrik auf der Tharandter Straße bis Ende Mai zu sehen sein.

Diese Projekt wird mit einem Mini-Beitrag für Flyer aus dem Programm für Initiativen in Sanierungsgebieten von der Landeshauptstadt gefördert. Der Ortsbeirat hat die 200 € auf seiner Sitzung im November 2012 befürwortet.

Mitmachen kann jeder, den die Kesselsdorfer Straße interessiert. Ich bin leider dann nicht in Dresden aber gespannt auf die Berichte und Ergebnisse.

Links:

Neues von der „Ein Wochenmarkt in Löbtau“-Initiative

Vergangene Woche wurde im Werk.Stadt.Laden die Petition „Ein Wochenmarkt in Löbtau“ diskutiert. Dazu waren neben etlichen interessierten Menschen aus dem Stadtteil auch einige politische Akteure aus Löbtau anwesend. In einem offenen Meinungsaustausch, an dessen Ende eine genauere Idee des Wochenmarktes stehen sollte, wurde an verschiedenen Stationen in bunt zusammengewürfelten Gruppen darüber gesprochen, wer es machen soll, was auf dem Markt angeboten werden soll, wo er sein soll und warum ein Wochenmarkt überhaupt benötigt wird.

So wurde am Ende ein exakteres Bild dazu gefunden, was gewünscht wird und was möglich ist. Als wichtig, stellt sich vor allem heraus, einen Ort für regionale, frische und Bio-Lebensmittel zu schaffen, der nicht von großen Ketten dominiert ist und der auch ein Ort der Kommunikation und des Zusammenlebens für alle Generationen sein soll. Und auch die Idee, den Markt wöchentlich zu veranstalten, wurde begrüßt. Für die Frage, wie dieser Markt in Zukunft organisiert werden soll, stehen verschiedene Ideen im Raum. Die Vielversprechendste des Abends war, den Löbtauer Markt mithilfe der Umundu Initiative zu umzusetzen, da diese bereits den Umundu-BioFair-Markt in der Neustadt organisiert und für den Löbtauer Markt wichtig Tipps geben kann. Derzeit sucht die Initiative um den Initiator der Petition, Paul Stiefenhofer, noch Menschen, die sich für den Markt engagieren wollen und Zeit und Lust zum Mitarbeiten haben.

Im Anschluss an die Debatte äußerte sich der Gewerbeverein Kesselsdorfer Straße in der Sächsischen Zeitung vom 17./18.11.12 allerdings besorgt über mögliche Einsatzeinbußen der ortsansässigen Händler und wäre dementsprechend gern durch eigene Stände auf dem Markt vertreten, auch wenn dies teilweise den Interessen der Initiatoren entgegenläuft.

 

Nachtrag: Das Ergebnisprotokoll haben wir mal direkt hier verlinkt: 121122_Zusammenfassung-Ergebnisse-Worldcafe

Förderung von Interessensgemeinschaften im Sanierungsgebiet Löbtau

In der vergangenen Ortsbeiratssitzungen war großes Vorstellen angesagt. Vier Interessensgemeinschaften im Sanierungsgebiet Löbtau haben sich um Fördermittel beworben.

Und dann gab es ja auch noch die jährlichen Rechenschaftsberichte des Quartiersmanagements Gorbitz und des Nachbarschaftshilfevereins Gorbitz.

Das Quartiersmanagement hat aktuell 20.000 EUR/Jahr aus dem Programm „Soziale Stadt“ zu verteilen. 10.000 EUR sind dabei für investive Maßnahmen vorbehalten. Mit 10.000 EUR können aber kleine Aktionen und Projekte von Gorbitzer Bürgern und Initiativen gefördert werden.

Der Nachbarschaftshilfeverein kümmert sich vornehmlich um die älteren Mitbürger in Gorbitz. Unterstützt wird er maßgeblich von der Eisenbahner Wohnungsgenossenschaft (EWG) und durch die Landeshauptstadt Dresden. Letztere fördert die Arbeit im kommenden Jahr mit 4100 EUR (vorbehaltlich der Zustimmung im Stadtrat).

Neu war, dass sich auch Interessensgemeinschaften um kleine Zuschüsse bewerben können, wenn sie im Sanierungsgebiet (Löbtau) tätig sind. Und so hatten wir eine (gefühlt) lange Liste von Initiativen, die ihre Projekte vorgestellt haben:

Trotz der geringen Beträge hat es der Ortsbeirat geschafft, sich damit 2 Stunden zu beschäftigen. Es geht ja auch interessant und geht auch um Informationsaustausch.

Worüber ich wirklich gestaunt habe, ist, dass einige Mitglieder von CDU und FDP völlig überfordert waren mit der Tatsache, dass eine Interessensgemeinschaft nicht zwingend ein Verein mit Satzung, Statuten oder Zielvereinbarungen sein muss. Ja, ein CDU Mitglied hat es sogar geschafft die Löbtauer Runde und den Werkstadtladen völlig ungeschickt in die linksradikale Ecke zu argumentieren. Das hat zum Glück in den eigenen Reihen zu Kopfschütteln geführt.

Trotz Einzelabstimmung wurden alle o.g. Anträge vom Ortsbeirat befürwortet.

Frau Kircher, vom Stadtplanungsamt, Abteilung Stadterneuerung, hat es als sehr positiv gewertet, dass sich solche Initiativen heute in Löbtau entwickeln. Vor 20 Jahren hätte man sich das nicht vorstellen können.

Frau Kircher hat anschließend die Vorlage (V1902/12) zur Aufhebung der Sanierungssatzung Löbtau-Nord vorgestellt. Diese Vorlage wurde vom Ortsbeirat abgelehnt (7 ja (inkl. 2 x Grün) / 8 nein / 3 Enthaltung).