Fahrradbügel auf der Warthaer – Lob und Kritik

Drei Fahrradbügel längs zur Fahrtrichtung, zusätzlich abmarkiert

Ende November 2025 war die Stadt fleißig auf der Warthaer Straße in Dresden Cotta und hat 17 Fahrradbügel an vier Standorten installiert. Das stößt nicht nur auf Begeisterung. Deutliche Kritik, eine Petition und kritische Zeitungsartikel sind die Folge.

Lob

Ich hatte mir das gleich am 2. Dezember 2025 angeschaut. Bei einigen Bügeln hatte ich den Eindruck, dass sie eher dazu gedacht sind, die Flächen von parkenden Autos frei zu halten. Direkt vor der Buchhandlung “Bücherberg” machen die Bügel dagegen gleich doppelt Sinn: direkt vor dem Laden war ohnehin schon Kfz-Parkverbot und radfahrende Kund*innen haben nun eine gute Möglichkeit zu parken. Vorher gab es nur das Verkehrsschild oder der Fußweg, ohne das Fahrrad anschließen zu können.

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Die Betreiberinnen begrüßen die Fahrradbügel direkt vor ihrem Laden. In der Vergangenheit wurde das Parkverbot immer wieder missachtet. Bei besonders breiten oder schlecht geparkten Autos, gab es dann auch Ärger mit der Straßenbahn, die dann nicht vorbei kam.

Insgesamt hat die Stadt letztes Jahr 242 neue Fahrradbügel installiert. Das ist schon mal eine Nummer, aber trotzdem noch viel zu wenig. Dieses Jahr soll im Rahmen von EFRE im Fördergebiet “Cottaer Bogen” bis zu 100.000 € in neue Stellplätze investiert werden. Über die genauen Standorte soll vorher im Stadtbezirksbeirat im Rahmen der Berichterstattung zu den Fördermaßnahmen berichtet werden.

Kritik

An der Kreuzung Warthaer Straße / Roquettestraße wurden die anderen 14 Fahrradbügel an vier Stellen verbaut (2 + 6 auf der Warthaer Straße, 3+3 auf der Roquettestraße). Hier wird deutlich Kritik geübt, da insbesondere die 6 Fahrradbügel vor der Bäckerei und dem Catering-Unternehmen leuchten den Gewerbetreibenden nicht ein. Hier bestand vorher auch kein Parkverbot, obwohl der Platz zwischen Bordstein und Straßenbahn auch hier sehr knapp ist.

Die Fahrradbügel auf der Roquettestraße werden wohl weniger kritisch angesehen. Allerdings sind diese auch für parkende Radfahrer*innen weniger interessant, weil es dort keine Geschäfte gibt.

Allgemein kritisieren die Anlieger, dass sie nicht informiert oder gar beteiligt wurden. Was gebaut wird, haben sie erst durch die Bauarbeiter erfahren.

Formal muss über so einen kleine Maßnahme weder der Stadtbezirksbeirat informiert werden noch die Anwohner. Der Verdruss ist dann trotzdem da.

Ich wünsche mir ja schon lange, dass man als Anlieger auf eine geeignete Weise erfahren kann, was im Umfeld passiert. Dafür reicht der Baustellenkalender im Themenstadtplan und das Amtsblatt nicht aus. Eine praktikable Idee habe ich nicht.

Diskussion im Stadtbezirksbeirat Cotta

Die CDU hat einen Antrag im Stadtbezirksbeirat Cotta gestellt (verlinke ich, sobald online) und viele Fragen formuliert und sie teilweise gleich selbst beantwortet. Nachgefragt wird auch, ob die Fahrradbügel ganz oder teilweise wieder zurückgebaut oder verlegt werden können.

Mit gefällt der Ansatz des CDU-Antrags nicht. Aber auch ich bin neugierig und habe Fragen. Deshalb habe ich zusammen mit meiner Stadtbezirksbeiratskollegin Ina Partzsch einen Ersetzungsantrag gestellt.

Leider habe ich dafür keine Mehrheit gefunden und so wurde erfolgreich über die Ausgangsfragen, mit ein paar Ergänzungen von mir und anderen abgestimmt. Möglicherweise werden wir dann in der kommenden Stadtbezirksbeiratssitzung am Mi, 04. Februar 2026 über die Maßnahme informiert werden.

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