Kategorienarchiv: Initiativen

Die Bücherzelle hat jetzt (Solar-) Licht!

Lichtschalter in der Bücherzelle

Schon ein paar Tage her, da hat Jan Minack vom Konglomerat e.V. das Projekt “Solar-Bücher-Zelle” im Stadtbezirksbeirat Cotta am 08.10.2020 vorgestellt (V-Co00032/20). Das war insofern erstaunlich, als für Kleinprojekte der Stadtbezirksförderrichtline bis 1000 € normalerweise das elektronische Umlaufverfahren für einen Beschluss ausreicht. Es sei denn, es legt eine Person ihr Veto ein bzw. hat schlicht Fragen an den Einreicher.

Am Ende gab es zwar kritische Nachfragen zu den Kosten, die ich nicht geteilt habe. Die Zustimmung wurde dann aber doch mit 15 Ja und 2 Nein erteilt.

In dem Fall war das Projekt schon weit fortgeschritten. Der Antragssteller hat schlicht einen vorgezogenen Maßnahmenbeginn beantragt. Da es sich ja “nur” um 950 € handelt, ist das sicher ein überschaubares Risiko und ein solches Projekt lässt sich nun mal einfacher im Sommer/Herbst realisieren. Und so konnte am 17.10.2020 die Beleuchtung in der Bücherzelle mit einem Mini-Fest eingeweiht werden.

Die Solarzelle ist groß bemessen, so dass es auch mit der Verschattung der Bäume im Sommer reichen sollte. Und in den dunklen Wintermonaten stören die Bäume wiederum nicht. Könnte also klappen. Die Beleuchtung läuft mit stromsparenden LEDs und schaltet sich nach einer gewissen Zeit automatisch wieder ab.

Ein Lastenrad für Löbtau und Cotta!

Abbildung eines Lastenrads vom Typ Douze Cycles G4e

In der Sitzung des Stadtbezirksbeirats Cotta am 09.01.2020 hat Philipp Weismann von der Immanuelkirchgemeinde die Förderung des Kaufs eines Lastenrads beantragt (V-Co00002/19).

Nach langer Diskussion über Sinn- und Unsinn eines Lastenrads mit und ohne Elektroantrieb stimmten 15 der 21 anwesenden Stadtbezirksbeiräte für den Antrag. Dagegen stimmte geschlossen die AfD, die vorher mit einem Ersetzungsantrag gescheitert ist, mit dem sie das Lastenrad ohne Motorisierung bewilligen wollte. Dies wäre zwar günstiger und noch umweltfreundlicher aber nach der Erfahrung von Herrn Weismann mit entsprechender Zuladung auf den Bergstrecken des Dresdner Westens kaum noch zu bewegen. Auch sein privates Modell habe er nach einem Jahr auf Elektroantrieb umgerüstet.

Geplant ist die Anschaffung eines Douze Cycle G4e Lastenrads. Das Rad des französischen Herstellers kann bis zu 120kg Lasten befördern oder bis zu 3 Kinder. In Dresden vertreibt Meißner Raeder als einziger Händler in Dresden diesen Hersteller. Voraussichtlich wird das Rad auch dort gekauft. Das vorgelegte Angebot war das günstigste und einen Händler für Wartung und Support vor Ort zu haben, ist immer von Vorteil.

Abbildung eines Lastenrads vom Typ Douze Cycles G4e

Als Verleihstandort ist momentan die Kita Firlefanz auf der Malterstraße 16 in Löbtau geplant. Die Buchung wird über die ADFC-Plattform “Frieda und Friedrich” erfolgen. Damit gibt es ein etabliertes Buchungssystem, an das man sich für wenig Geld anbinden kann. Die Buchung und Nutzung ist kostenfrei. Spenden werden allerdings erbeten und sollen die Wartungskosten sowie die Ausgaben für eine Nutzungsversicherung abdecken.

Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und freue mich schon auf die erste Fahrt. Vielleicht findet sich ja noch ein Nachahmer in Löbtau. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Bedarf da ist. Auch wenn ich meine eigenen Lasten alle locker mit diversen Fahrradanhängern bewegt bekomme.

Links

International #ParkingDay 2016 – erstmals in #Löbtau

Da haben die Autofahrer an der Kesselsdorfer nicht schlecht geguckt, als sich am Freitag ab 11 Uhr Bänke, Tische, Stühle, Rollrasen und Sonnenschirme auf den Parkplätzen zwischen Poststraße und Gröbelstraße ausbreiteten.

Das ging aber alles mit rechten Dingen zu. Die Löbtauer Runde und der VCD (Verkehrsclub Deutschland e.V.) haben die Flächen für den “International ParkingDay” angemeldet. Diese Aktion gibt es weltweit immer am dritten Freitag im September. Dabei erobern Anwohner, Initiativen, Künstler für ein paar Stunden Parkflächen und verwandeln sie in “Parks”.

Seit ein paar Jahren tauchte die Idee in der Löbtauer Runde auf. Und dieses Mal hat es geklappt, mitzumachen. Thematisch eingebettet wurde die Aktion in die Europäische Mobilitätswoche 2016 (16.09. – 22.09.2016) an der sich Dresden mit einem umfangreichen Programm beteiligt.

Und es war prima! Für ein paar Stunden waren die Flächen ein Ort für Kommunikation – trotz Straßenlärm. So hat man sich untereinander und mit den Passanten bei Kaffee und Kuchen über die verschiedenen anwesenden Projekte unterhalten, über den Bau der Zentralhaltestelle und die zukünftige Verkehrsführung und über Leben und Wohnen in Löbtau.

Gefüllt haben die Parkplätze dann am Ende Vertreter der Löbtauer Runde, des VCDs, von urbanofeel GbR, Willkommen in Löbtau, PlatzDa!Bürgerbüro Eva-Maria Stange, Naturfreundejugend Sachsen, Sukuma arts e.V., FDP-Dresden West und Probst & Consorten.

Anbei ein paar Eindrücke aus Löbtau. Auf Twitter gibt es auch Eindrücke von den anderen Stellen in Dresden (Alaunstraße, Kreuzstraße).



Gorbitz vernetzt sich, um Flüchtlingen zu helfen

Gestern kamen ca. 60 Menschen in den Club-Passage in Gorbitz um sich konstruktiv mit der gestiegenen Zahl von Flüchtlingen im Stadtteil auseinanderzusetzen. Eingeladen hatte Mathias Körner von der Gorbitzer Bürgerinitiative und gekommen sind Vertreter vom Ortsbeirat, vom Stadtrat, von Kirchgemeinden, dem Quartiersmanagement, der Gagfah, der EWG, von Schulen, Sozialbetreuern und Bürgern, die sich engagieren möchten oder es bereits tun und Mitstreiter suchen.

Solche Treffen gab es in Dresden schon in vielen Stadtteilen seit die Vorlage zur Schaffung zusätzlicher Unterkünfte im Oktober 2014 durch die Gremien geschickt wurde. Bei den Auftakttreffen kamn z.B. in der Neustadt ca. 250 Menschen und in Löbtau ca. 80 Menschen zusammen.

In Löbtau hat sich daraus jetzt das Netzwerk “Willkommen in Löbtau” entwickelt. Mehrere Arbeitsgruppen kümmern sich z.B. um die öffentliche Diskussion am Mittwoch, 28.01.2015 oder um praktische Angebote, die man den Flüchtlingen anbieten kann, die ab 02.02.2015 in Löbtau einziehen werden. Das Netzwerk trifft sich regelmäßig und man vernetzt sich über Mailinglisten.

Im Gegensatz zu Löbtau hat Gorbitz bereits seit einem Jahr Flüchtlinge in dezentralen Wohnungen der Gagfah. So dass es auch bereits bürgerschaftliches Engagement gibt. Das Quartiersmanagement bietet dazu z.B. immer mittwochs eine thematische Sprechstunde von 10-12 Uhr an (“Gorbitz gibt Asyl”).

Wer sich selbst engagieren möchte, kann z.B. zu den nächsten Treffen kommen:

Oder man wendet sich per Mail an diese Initiativen:

  • In Löbtau kann man sich in den Mailverteiler eintragen lassen bzw. einfach seine Idee / Bereitschaft an die Email-Adresse asyl@loebtau.org senden.
  • In Gorbitz sammelt und koordiniert das Quartiersmanagement die Anfragen und Angebote.

Es freut mich sehr, dass sich so viele Menschen engagieren und auch bereit sind, sich die Abende auf Vernetzungstreffen um die Ohren zu schlagen.

Asylsuchende in Löbtau Herzlich Willkommen

Löbtau erhält voraussichtlich in wenigen Wochen  ein Übergangswohnheim für Asylbewerber. In Naußlitz soll bis Ende 2016 eine solche Unterkunft gebaut werden. Darüber wurde Anfang November im Ortsbeirat lange und teils hitzig diskutiert. Der Stadtrat wird darüber am kommenden Donnerstag, 11.12.2014 entscheiden.

Auch im Dresdner Westen melden sich Anwohner zu Wort, die vor den fremden Menschen Angst haben, sich schlecht informiert fühlen und die immer gleichen Vorurteile und Gegenargumente aufwärmen. Die Stadt informiert aber zieht sich auch gerne hinter das Argument zurück, dass man ja nur eine Pflichtaufgabe erfüllt und keinen Spielraum hat.

Diese Diskussionen leid, haben sich gestern ca. 80 Löbtauerinnen und Löbtauer in der Hoffnungskirche eingefunden um Ideen zu sammeln, wie man die Flüchtlinge herzlich Willkommen heißen kann. Die Pfarrerin Frau Merkel-Manzer hat die Nachbarschaftsinitiative, die Kirchen im Stadtteil, die Löbtauer Runde, viele Ortsbeiräte zusammengebracht.

Aus den Ideen sind in 2,5 Stunden schon konkrete Projekte entstanden. So wird man sich im Stadtteil eng vernetzen und die Kontakt- und Austauschmöglichkeit mit den asylsuchenden Personen suchen. Für Januar wird eine öffentliche Veranstaltung angestrebt. Diese wird u.a. auf dem nächsten Treffen am Donnerstag, 17.12.2014 um 19:30 Uhr in der Hoffnungskirche geplant.

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