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Kesselsdorfer Straße bald noch breiter?

Aktuell geht die Vorlage „Vorplanung Kesselsdorfer Straße zwischen Reisewitzer Straße und Rudolf-Renner-Straße“ (V2054/17) in die Beratung. Bestandteil der Vorlage ist der Planungsabschnitt von der Rudolf-Renner-Straße bis zur Reisewitzer Straße.

Der anschließende Abschnitt Reisewitzer Straße bis Tharandter Straße gehört zur Baumaßnahme „Zentralhaltestelle“, die 2011 beschlossen und aktuell realisiert wird. Zur Zeit erfolgen die Vorarbeiten damit der eigentliche Bau der Zentralhaltestelle beginnen kann. Dazu gehören u.a. die Ampelanlage Rudolf-Renner-Straße (bereits fertig), die Ampelanlage Kesselsdorfer-/Wernerstraße (im Bau), Wernerstraße/Reisewitzer Straße, Wernerstraße/Loebtauer Straße bis hin zur Kreuzungsgestaltung und Ampelanlage Hirschfelder-/Oederaner Straße. Sobald das umgesetzt ist, wird die Kesselsdorfer Straße gesperrt und der Bau der Haltestelle kann begonnen werden. Das wird voraussichtlich bis Oktober 2019 (Beginn Wintersemester) dauern, wie kürzlich der Leiter des Straßen- und Tiefbauamts, Reinhard Koettnitz auf einer Einwohnerversammlung im November 2017 erklärt hat.

Bei der Vorplanung erschreckt mich der Flächenverbrauch zwischen Wernerstraße und Rudolf-Renner-Straße. Schon jetzt ist dieser Abschnitt eine breite Schneise und kein „Ortsteilzentrum“. Nur sind wenigstens die Fußwege breit. In der Vorplanung schrumpfen diese auf 3,6m Breite.

Natürlich kann man noch nicht alle Details diskutieren, wie die Anzahl der Bäume oder gar die Frage nach Fahrradstellplätzen. Aber die Vorplanung soll die grundsätzliche Richtung vorgeben. Genau zu diesem Zeitpunkt wäre eine Bürgerbeteiligung sinnvoll gewesen. Dass das Thema Kesselsdorfer Straße in Löbtau viele Bürger bewegt, haben wir bei der Diskussion zur Zentralhaltestelle sehr deutlich gesehen.

Punkte, die mir in der Vorlage und bei der Diskussion darüber bereits aufgefallen sind:

Östlicher Teil – Reisewitzer bis Wernerstraße

  • Fußgängerquerungen sind schon heute Mangelware in diesem Abschnitt. In der Vorplanung wird dies nicht berücksichtigt. Im Gegenteil:
  • Die Ampelquerung an der Haltestelle Bünaustraße soll an das andere Ende der Haltestelle verschoben werden. Damit wird der Abstand zur nächsten Fußgängerquerungen an der Reisewitzer Straße noch größer. Die aktuelle Position ist aus Fußgängersicht gut und etabliert. Die aktuelle Fußgängerampel mustergültig auf die Straßenbahnen abgestimmt.
  • Eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger auf der Höhe Poststraße fehlt.
  • Positiv: In diesem Bereich werden Bäume gepflanzt. Die kahle Kesselsdorfer kann das dringend gebrauchen. An der Bünaustraße sollen zwei alte Bäume gefällt werden.

Westlicher Teil – Rudolf-Renner-Straße bis Wernerstraße

  • Im Prinzip bleibt der Status quo. D.h. die Straßenbahngleise dienen als zusätzliche Fahrspur, so dass insgesamt vier Spuren zur Verfügung stehen. Da der Achsabstand der Straßenbahnen erhöht wird (Dresden will ja in Zukunft breitere Bahnen kaufen) und ein richtiger Fahrradweg auf beiden Seiten angelegt wird, steigt der Platzbedarf, die Fußwege werden kleiner und es müssen Bäume gefällt werden.
  • Ist wirklich eine separate Fahrspur neben den überfahrbaren Straßenbahngleisen notwendig?
  • Durch die Breite werden auch die Fußgängerquerungen und entsprechende Grünphasen lang.
  • Keine Baumpflanzungen. Im Gegenteil, es werden Bäume gefällt.
  • Wegfall der wenigen Kurzzeitparkplätze auf der nördlichen Straßenseite.
  • Positiv: Das restliche Stück Rudolf-Renner-Straße wird – wie damals versprochen – mit dieser Maßnahme saniert. Die Haltestelle „Neuer Annenfriedhof“ wird als ständige Haltestelle barrierefrei ausgebaut.
  • Positiv: Es gibt einen echten Radweg entlang des Abschnitts. Das jetzige Durcheinander wäre zu Ende.

Ich hoffe, es gibt eine schlankere Variante, die besser zum Mittelpunkt von Löbtau passt und trotzdem für alle Verkehrsteilnehmer funktioniert. Da der Bau noch nicht im Haushalt eingeplant ist, kann es auch noch einige Jahre bis zur Umsetzung dauern. Dann sollte man die tatsächlichen Verkehrsströme nach Bau der Zentralhaltestelle analysieren und die Planung darauf aufbauen. Die jetzigen Zahlen basieren auf Simulationen. Der Eingriff mit der Sperrung der Kesselsdorfer Straße am Anfang ist aber so wesentlich, dass die Simulationen vermutlich recht ungenau sind.

Ich bin gespannt auf die Diskussion. Gerne in den Kommentaren.

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Neue Kurzzeitparkplätze an der Kesselsdorfer Straße

Die Stadt beginnt kommenden Montag, den 17. Oktober 2011 an der Kesselsdorfer Straße mit dem Bau von 25 neuen Kurzzeitparkplätzen. Bis Mitte November sollen diese Längsparker auf dem breiten Fußweg, der auch weiterhin als Radweg genutzt wird, mit Betonplaster angelegt werden.

 

Offenbar hat die Stadt noch einen Topf Geld gefunden um diesen 31.000 EUR teuren Umbau jetzt durchzuführen. Bereits im Juni, als Reinhard Koettnitz (Amtsleiter vom Straßen- und Tiefbauamt) das Wegfallen der Parkplätze entlang der Kesselsdorfer Straße angekündigt hat, wurde der Vorschlag gemacht, doch zwischen der Poststraße und der Reisewitzer Straße den Bordstein abzusenken.

Nun baut die Stadt sogar zwischen Bünaustraße und Gröbelstraße. Und das in einer Rekordentscheidungszeit. Hat sie doch für die Umsetzung des Gerichtsurteils zur Radwegebenutzungspflicht entlang der Kesselsdorfer noch 10 Monate gebraucht um ein paar Schilder zu wechseln, so greift sie jetzt schon nach 4 Monaten zum Bagger.

Befördert hat das sicher die Unterschriftensammlung von CDU + Gewerbeverein.

Bleibt zu hoffen, dass jetzt wieder etwas Ruhe in den Streit um die Parkplätze entlang der Kesselsdorfer Straße kommt, dass die Autofahrer nicht mehr im Halte- und Parkverbot stehen und dass die Radfahrer sich vermehrt auf die Straße trauen.

 

Radfahren auf der Kesselsdorfer Straße ab Juli 2011

 

Radverkehr auf der Kesselsdorfer Straße, 08.06.2011Heute hat Reinhard Koettnitz (Amtsleiter vom Straßen- und Tiefbauamt) bei einem Vor-Ort Presse-Termin die Pläne für den Radverkehr entlang der Kesselsdorfer Straße vorgestellt.

Im August 2010 hat das Verwaltungsgericht Dresden geurteilt, dass die Stadt Dresden die Radwegebenutzungspflicht zwischen Tharandter und Koblenzerstraße aufzuheben habe.

Ab 20. Juni 2011 wird nun begonnen, die Radwege-Schilder abzumontieren und durch „Fahrrad frei“-Schilder zu ersetzen. Das Radfahren auf dem bisherigen Radweg ist dann zwar erlaubt aber nicht nicht verpflichtend. Bis Juli 2011 soll die Maßnahme umgesetzt sein. Kosten: ca. 8000 € für neue Schilder und Markierungen.

Da der Abstand zwischen Straßenbahn und parkenden Autos nicht ausreichend ist, wird auf der kompletten Länge das Parken verboten und durch ein eingeschränktes Halteverbot ersetzt.

Die Parkplätze entlang der Kesselsdorfer sind 2001 eingerichtet worden und gelten seit dem als größter Erfolg des Gewerbeverein Kesselsdorfer Straße.

Herr Koettnitz hat dazu erklärt, dass zwar 120 Parkplätze wegfallen aber die Parkplatzsituation insgesamt besser ist als 2001. Zudem werden noch 20 Kurzzeitparkplätze in den Nebenstraßen angelegt und es wird geprüft, zwischen Post- und Gröbelstraße das Parken auf den überbreiten Gehwegen zum Teil zu ermöglichen.

Auch an der Zentralhaltestelle Tharandter Straße gibt es Änderungen für den Radverkehr und für die Verbesserung der Verkehrssicherheit, wie sie der Stadtrat im Januar 2011 gefordert hat. Die Radfahrer müssen in Zukunft auf der Straße fahren und der komplette Haltestellenbereich wird Tempo 20.

Durch diese Maßnahme wird der Radverkehr auf der Kesselsdorfer Straße sicher zunehmen. Vielleicht ist das ein schwacher Trost für die Gewerbetreibenden, die Radfahrer immer noch nicht als Kunden ernst nehmen (siehe die unbrauchbaren Fahrradständer vor der Löbtau Passage, Rewe, Rossmann, etc.).

Einbahnstraße Schillingstraße für Radfahrer freigegeben

Schillingstraße nun freigegeben für Radfahrer am 11.10.2010Seit Eröffnung der Löbtau-Passage im September 2008 ist die Schillingstraße im Abschnitt Tharandter Straße bis Gröbelstraße eine Einbahnstraße. Diese Woche wurde dieser Abschnitt für den Radverkehr freigegeben.

Die Einbahnstraßen- und Parkplatzsituation war mehrfach Gegenstand von Anfragen an die Stadtverwaltung. So hat die SPD im November Antwort auf Ihre Frage zu den Parkplätzen bekommen. Allerdings wird mit keinem Wort auf die Situation der Radfahrer eingegangen. Die SPD hat ja auch leider nicht danach gefragt.

In der Ortsbeiratssitzung am 22.04.2010 habe ich deshalb angefragt, ob die Stadt in ihrer Planung die Radfahrer bedacht hat. Würde doch die Freigabe der Schillingstraße zu einer kleinen Entlastung auf dem Radweg durch die Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße bieten. Zudem nutzen viele Radfahrer trotz Verbot diese Abkürzung, da der Platz wirklich ausreichend ist. Allerdings blieb immer das schlechte Gewissen.

Meine Anregung ist von der Stadt aufgenommen worden und zusammen mit einer weiteren Einbahnstraße (Am Hauptbahnhof) sogar mit Pressemitteilung begleitet worden.