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Radverkehr in Löbtau: Ein Schritt vor, einer zurück!

Ein Schritt vor – Wernerstraße

Hurra! Seit 10.09.2020 ist die Wernerstraße sicherer für Radfahrer [1]. Zwar kein Radweg aber ein Fahrradschutzstreifen. Irgendwo (denke in der Kurve) fehlten ein paar Zentimeter um das ganze als Radweg zu markieren. Dafür gibt’s leuchtende Farbe. Im Vergleich zu vorher ist das … kein Vergleich.

Jetzt fehlen nur noch die Parkplätze, die auf dem überbreiten Fußweg teilweise wiederhergestellt werden sollen. Mal sehn, wann die kommen. Theoretisch im Q4-2021 – unter Vorbehalt der Haushaltsmittel [2]. Sprich, das muss im Doppelhaushalt 2021/22 eingeplant werden.

Presse

Ein Schritt zurück – Fabrikstraße

Kaum war der Erfolg der Wernerstraße gefeiert, wurde plötzlich die Fabrikstraße für den Radverkehr geschlossen. Diese Verbindung zwischen Freiberger-Straße und Pulvermühlenpark bzw. Plauen wird offenbar sehr gerne genutzt. Zu meinen Routen gehört sie tatsächlich nicht. Aber am Tag nach der Sperrung, war das ein wiederkehrendes Thema beim ParkingDay auf der Gröbelstraße.

Gefolgt von Presseberichten und engagierter Öffentlichkeitsarbeit des ADFCs, die in eine Dresden ePetition mündete. Die kann man noch bis zum 15.10.2020 auf der Seite der Stadt zeichnen: https://apps.dresden.de/ords/f?p=1610:3:::NO::P3_P_ID:11060

Das komplizierte daran: Die Straße gehört offenbar nicht der Landeshauptstadt und führt durch das Betriebsgelände der DREWAG. Trotzdem gehört die Route zur Hauptroute “Freital <-> Zentrum” des Radverkehrskonzept mit Priorität 1. Passt so erstmal nicht zusammen.

Presse

  • leider am Thema vorbei (die Sperrung erfolgt nicht wegen der maroden Nossener Brücke) aber ein paar interessante, bekannte Fakten: Gefahren an maroder Nossener Brücke (SZ vom 18.09.2020)

Wernerstraße soll sicherer werden

Der Stadtbezirksbeirat Cotta hat gestern einem Prüfantrag der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat (A0019/19) zugestimmt, der Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation auf der Wernerstraße zwischen Lübecker- und Columbussstraße untersuchen soll. Der Antrag wurde erweitert durch einen interfraktionellen Ersetzungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und LINKE.

Am Ende stimmten 10 Stadtbezirksbeiräte dafür, 6 dagegen und 4 enthielten sich.

Bisherige Sanierung

Die Wernerstraße in Dresden Löbtau wurde schon 2012 saniert um den Verkehr aufnehmen zu können, der auf der Kesselsdorfer nicht mehr durch die Zentralhaltestelle fahren kann. Zwischen der Kesselsdorfer Straße und der Lübecker Straße wurden bei dieser Maßnahme Fahrradschutzstreifen markiert. Bezahlt wurde das alles mit Fördermittel, die an den Bau der Zentralhaltestelle geknüpft waren.

2018 hat man dann noch vor Beginn der Bauarbeiten an der Zentralhaltestelle die Ampelanlagen an der Kreuzung Reisewitzer-Straße und Löbtauer Straße ergänzt. Ohne diese wären die Kreuzungsbereiche für alle Beteiligten zu gefährlich. Noch lange werden die “Bomben-Tage” in Löbtau in Erinnerung bleiben (21.05.2020). Gefunden hat man diese bei den Bauarbeiten zur Ampel an der Löbtauer Straße.

Alles gut?

Nicht ganz. Im Abschnitt Lübecker Straße bis Columbusstraße wurde zwar die Asphalt-Decke der Straße erneuert aber nicht mehr. Die Fahrradschutzstreifen enden abrupt hinter (korrekt) parkenden Autos. Die Kurve ist auch für Autos schlecht einsehbar, ohne Mittelmarkierung und für die zulässige Geschwindigkeit eher zu schmal. Radfahrer, die dort fahren müssen, sind dann im Weg. Irgendwie hat man die 9-monatige Bauzeit auf der Kesselsdorfer 2019 trotzdem überlebt. Trotz zahlreicher Busse, die ebenfalls hier durch mussten. Trotzdem kann man das nicht so lassen.

Die FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat versucht nun mit einem Prüfauftrag schnelle Verbesserungen herbeizuführen. Natürlich muss nach der Prüfung von Verbesserungsmöglichkeiten keine direkte Umsetzung erfolgen. Aber man kann doch hoffen, dass die einfachen und bezahlbaren Punkte dann auch realisiert werden. Zum Teil sind die Prüfungen ja vermutlich auch schon durchgeführt worden.

Ersetzungsantrag von Grüne/SPD/LINKE

Der FDP-Antrag möchte zunächst die Bordsteine absenken und die Parkplätze auf den überbreiten Fußweg verlegen. In landwärtiger Richtung ist ja auch wirklich viel Platz. In stadtwärtige Richtung dürften nicht allzu viele Stellplätze übrig bleiben. Wenn das erledigt ist, möchte man Radwege anlegen.

Wir haben die Anregungen der Anwohnerversammlung aufgegriffen, die die Bürgerinitiative Kesselsdorfer Straße durchgeführt hat. Demnach würden wir zuerst die Radwege markieren, was natürlich bedeutet, dass dann sofort die Parkplätze entfallen. Laut Anwohnern sind diese aber eher verzichtbar. Niemand parkt an dieser stark befahren Straße gerne. Manche meiden diese Stellplätze nach Kollisionen, wie ein Anwohner auf der Stadtbezirksbeiratssitzung berichtet hat.

Trotzdem regen auch wir an, Parkplätze auf dem überbreiten Fußweg anzulegen. Allerdings gehen wir davon aus, dass das doch ein paar Wochen wenn nicht gar Monate Zeit in Anspruch nimmt, zu prüfen, wie man das macht, eine Baufirma zu finden und das am Ende umzusetzen. Wenn man schon dabei ist, könnte man auch ein paar Fahrradbügel aufstellen und auf der landwärtigen Seite neue Bäume pflanzen. Das würde dem Straßenzug gut tun, das Mikroklima verbessern und etwas Lärm schlucken.

Wir haben bei den Radfahrern nicht aufgehört. Auch die Situation der Fußgänger soll verbessert werden und eine Querung an der Lübecker Straße geprüft werden. Auch die Ampelschaltung an der Columbusstraße soll überprüft werden.

Wann geht’s los?

Wer weiß. Wir hoffen, bald!

Auch die Stadtverwaltung hat das Thema ja die letzten Jahre bearbeitet und Maßnahmen geplant. So wurde schon 2019 und erneut Anfang 2020 angekündigt (siehe Amtsblatt 04/2020 bzw. DNN-Bilderstrecke vom 15.01.2020, dass in diesem Jahr an der beschriebenen Stelle Radwege gebaut werden. Im günstigsten Fall war also der Antrag unnötig. Die Debatte zu dem Thema aber auf keinen Fall.

Termine

Der Antrag wird als nächstes im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften beraten und beschlossen. Die nächste Sitzung ist am Mi, 11.03.2020. Ich bin gespannt, was dabei raus kommt.

In der nächsten Stadtbezirksbeiratssitzung am Do, 12.03.2020 werden wir den Antrag der CDU-SBRs beschließen, der die Verwaltung auffordert, die Anträge zum Verkehrsraumkonzept (A0439/18) sowie den hier beschriebenen Antrag gemeinsam zu betrachten und zu bearbeiten. Bei der Forderung nach einer Gesamtbetrachtung des Verkehrs in Löbtau herrscht bei den Stadtbezirksbeiräten große Einigkeit. Der Beschluss dazu soll diese Forderung erneut unterstreichen.

Links

Antrag A0019/19 der FDP-Fraktion im Dresdner Stadtrat

Fotos

Bekommt Löbtau schnelles DSL?

Auf dem Weg zur Fahrradschraubaktion vom Netzwerk “Willkommen in Löbtau” bin ich am Wochenende über die “Ditch Witch” auf der Wernerstraße gestolpert. Dieses Gerät hat sich schon 2014 durch Löbtau-Süd gegraben und damals für Telecolumbus Leitungen verlegt. Dies ist eine kostengünstige Möglichkeit um Leerrohre für neue Telekommunikations- oder Signalkabel zu verlegen.

Was passiert jetzt aber auf der Wernerstraße? Ein Thread im “DSL für Dresden”-Forum lässt Hoffnung aufkommen, dass das die Vorarbeiten für den DSL-Ausbau in Löbtau sind. Offenbar plant die Telekom in Löbtau VDSL100 bis Dezember 2015 einzuführen.

DSL in Löbtau ist eine komplizierte Geschichte. Hatte man Anfang der 90er Jahre den Stadtteil “zukunftsweisend” mit der modernen Glasfaserntechnik ausgestaettet (OPAL-Technik), hatte sich die Technik Anfang der 2000er Jahre als Sackgasse erwiesen. Die aufkommende DSL-Technik funktioniert nicht über eine optische Faser. ISDN war bis 2005 das schnellste, was man für Datenverbindungen im Stadtteil bekommen konnte.

Zwischen 2005 und 2009 wurde dann parallel zur Glasfaser, neue Kupferleitungen verlegt und Löbtau-Süd und Nord zum überwiegenden Teil mit DSL6000 ausgebaut. Die relativ wuchtigen DSL-Schaltkästen sind damals neu im Straßenbild aufgetaucht. Hier enden die Kupferkabel aus den umliegenden Häusern. Die Bestellung von DSL war zum Teil kompliziert. Manchmal konnte die Telekom ihre eigenen Produkte nicht bestellen. Mitbewerber haben sich auch regelmäßig sehr ungeschickt angestellt, den “Sonderfall Löbtau” bei der Telekom richtig zu bestellen.

In den letzten Monaten haben mich immer wieder Einzelfälle erreicht, die keinen DSL-Anschluss in Löbtau bekommen, obwohl die genannten Häuser definitiv erschlossen sind. Vielleicht ist durch den Bevölkerungszuwachs die aktuelle Technik tatsächlich an gewissen Stellen ausgelastet, so dass es keine Anschlussmöglichkeit mehr gibt.

Ein guter Punkt für den Austausch ist nach wie vor das Forum der Initiative “DSL für Dresden”. Das Forum gibt es schon seit dem ersten Ausbau von DSL in Löbtau und wird nach wie vor rege von DSL-suchenden genutzt. Ich freue mich aber auch auf Hinweise in den Kommentaren.

Neue Satellitenbilder von Löbtau in Google Maps! Von 2013 – oder doch von 2012?

Vor wenigen Wochen hat Google seine Satellitenbilder für Dresden aktualisiert. Das war auch bitter nötig, denn auf den alten war die Frauenkirche noch nicht mal fertig!

Ich bin rein zufällig darüber gestolpert und mittlerweile hat auch die DNN darüber berichtet.

Aber… von wann sind die Bilder?

Klare Sache. An der Leumerstraße ist die Sanierung fertig und die Bäume wachsen auf beiden Seiten. D.h. die Bilder müssen von 2013 sein, weil die Bäume erst im Oktober 2012 gepflanzt wurden.

google_maps_loebtau_2013-leumerstrasse

 Aber Moment! Auf der Wernerstraße läuft die Sanierung noch, die im November 2012 abgeschlossen wurde. Also doch von 2012?google_maps_loebtau_2012-sanierung-wernerstraße

Nein, nein. Wenn man genau hinschaut, sieht man doch auf der Clara-Zetkin-Straße in der Höhe des Löwenhorts und des Bäckermeister Marcel, die “Ditch Witch”, mit der Telecolumbus 2013 durch den Stadtteil neue Kabel verlegt hat.

google_maps_loebtau_2013-ditch_witch

2012? 2013? Es kann nicht beides sein?

Doch! Google – bzw. sein Dienstleister AeroWest machen’s möglich. Tatsächlich sind Bilder von verschiedenen Befliegungen zusammengflickt worden. Man sieht es z.B. mitten auf der Reisewitzer-Straße. Wenn man auf die Schatten der Bäume und Häuser achtet, wird die “Klebestelle” verraten. Auch “halbe Autos” sind an diesen Stellen zu beklagen.

google_maps_loebtau_2012-2013-uebergang

 

Egal wie. Vielen Dank Google für die neuen Bilder! In Zukunft wäre natürlich noch eine zeitliche Einordnung nett. Bei Google Streetview steht ja mittlerweile das Aufnahmedatum unter den Bilder (in Löbtau Anfang September 2008).

Die Wernerstraße ist wieder frei!

Heute morgen hat mich die geöffnete Wernerstraße überrascht. Das wird sicher viele Rad- und Autofahrer freuen, denn die letzten Monate waren schon etwas nervig. Zeitweise war sogar die Reisewitzerstraße eine Sackgasse.

Zur Zeit räumen die Bauleute offenbar noch auf. Die Busse fahren auch noch Umleitung über die Gröbelstraße. Aber das dürfte dann bald vorbei sein.

Dann wäre die Möglichkeit gekommen, über eine vorzeitige Sperrung des Bereichs der Zentralhaltestelle wieder intensiver nachzudenken. Frau Stange (SPD, MdL) hat ja ordentlich die Werbetrommel mit einer Unterschriftenaktion gewirbelt. Auch ist noch ein SPD-Antrag in der Pipeline der auf die Berücksichtigung der Zentralhaltestelle im kommenden Doppelhaushalt abzielt.

Aktuell ist die Zentralhaltestelle nicht im Haushaltsentwurf für den Doppelhaushalt 2013/14 enthalten!

 

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