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Nossener Brücke erhält S-Bahn Haltepunkt

Die Meldung ist nicht mehr ganz neu aber es wurde darüber auch kaum berichtet. Deshalb hier noch mal der Hinweis: Zwischen Löbtau und Plauen/Altstadt wird ein neuer S-Bahn-Haltepunkt geschaffen mit Umsteigemöglichkeit zur Stadtbahn 2020. Dieser Haltepunkt wird direkt auf der neu zu bauenden Nossener Brücke eingeordnet. Mit Aufzug und Treppen erreicht man von der Brücke dann den S-Bahn-Steig der Linie S3 (Hauptbahnhof – Tharandt). Damit wird es z.B. möglich sein, von Tharandt zur Uni mit ein Mal Umsteigen zu fahren.

War das nicht schon mal geplant?

Ja. An so einen Übergang hat man wohl schon zu DDR-Zeiten geplant. Das ganze ist nicht trivial, weil es tatsächlich wenig Platz für einen Bahnsteig gibt. Für die Stadtbahn 2020 wurde diese Idee wiederbelebt aber schon 2014 im Zuge der Haushaltsverhandlungen durch den Stadtrat beerdigt. Die neu zu bauende Nossener Brücke wird durch den Haltepunkt teurer und das hat man aus Kostengründen gestrichen.

Mittlerweile hat sich die Lage etwas geändert. Die Bahn fordert umfangreiche Neuplanungen und im Umfeld entstehen neue Wohn- und Gewerbestandorte. Da der Haltepunkt nicht nachgerüstet werden kann muss man das von Anfang einplanen. In Summe rechnet man jetzt mit so vielen Umsteigern, wie am Haltepunkt Freiberger Straße. Gründe genug, mit einer neuen Verwaltungsvorlage dieses Thema erneut zu bewerten. Und sowohl Ortsbeirat Altstadt, Plauen und Cotta als auch der Stadtrat (Sitzung am 22.11.2018) haben sich einstimmig für den S-Bahn Haltepunkt ausgesprochen.

Und wie heißt der Haltepunkt?

Das ist noch längst nicht festgelegt. Im Ortsbeirat gab es den Antrag, den Haltepunkt z.B. „Dresden Löbtau“ zu nennen obwohl er auf Altstädter Gebiet liegt. Für diesen spontanen CDU-Ergänzungsantrag hat sich keine Mehrheit gefunden. Ich habe ihn aber gerne unterstützt.

Wann geht’s los?

Das wird sicher noch dauern. Zunächst muss die Brücke geplant und gebaut werden. Das wird noch einige Jahre dauern.

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Planfeststellungsverfahren: Pläne vom Boulevard Kesselsdorfer liegen aus

Von heute Montag, 20.04.2015 bis Mittwoch, 20.05.2015 liegen im Rahmen des Planfeststellungsverfahren die Pläne zum Projekt Stadtbahn 2020 Teilabschnitt 1.1 / Zentralhaltestelle Kesselsdorfer aus.

Darüber hat am Freitag, 17.04.2015 die Landesdirektion Sachsen auf ihrer Internetseite informiert. Dort befinden sich auch (fast?) alle  Pläne in digitaler Form. Somit kann man sich den Weg ins Straßen- und Tiefbauamt (St. Petersburger Straße 9, 01069 Dresden, Zimmer K 344) sparen.

Einwendungen sind bis 03.06.2015 schriftlich ans Straßen- und Tiefbauamt zu schicken.

Linienführung der Stadtbahn 2020 über Nürnberger Platz und Zelleschen Weg

Gestern fand eine weitere Bürgerversammlung für das Projekt Stadtbahn 2020 statt. Da es um den Abschnitt Nürnberger Platz – Zellescher Weg – Caspar-David-Friedrich Straße ging, war der Ort TU-Dresden, Poffhoffbau ideal.

Das eingespielte Team – Herr Szuggat (Stadt), Herr Bleiß (DVB) und Herr Neukirch (DVB) – hat die Pläne vorgestellt und die Fragen und Anregungen beantwortet.

Mögliches Liniennetz 2020

Herr Bleiß hat die mögliche Linienführung näher erläutert. So würde in der bevorzugten Variante 1 wie folgt gefahren:

  • Linie 7 von Gorbitz über die Nossener Brücke bis zum Nürnberger Platz und weiter zum Hauptbahnhof
  • Linie 9 vom Hauptbahnhof über Nürnberger Platz, Zelleschen Weg, Caspar-David-Friedrich-Straße zum Wasaplatz
  • Bus 61 mit 10-Minuten Grundtakt ohne Verstärkungen soll weiter fahren

Es sei aber auch denkbar, in den Spitzenzeiten eine Straßenbahn von Gorbitz zum Wasaplatz zu schicken. Die angedachten Gleisabzweigungen machen das Netz im gesamten Bereich für solche Einsätze und natürlich für Umleitungsverkehre flexibler.

Am Nürnberger Platz gibt es momentan drei Varianten für die Anordnung der Haltestellen. Alle Varianten werden zur Zeit untersucht. Kriterien sind die Umsteigemöglichkeiten, der Platzverbrauch sowie die Leistungsfähigkeit des Knotens Nürnberger Platz (Ampelsteuerung).

Auf dem Zelleschen Weg versucht man, die bestehenden Baumreihen erhalten zu können. Auf jeden Fall wird es keine baumlose Schneise, wie ich das zunächst befürchtet habe. Ob der Zellesche Weg nun vierspurig oder mit einer überbreiten Fahrspur für den Autoverkehr realisiert wird, werden die Simulationen zeigen. Breite Zwei-Richtungs-Fahrradwege sind offenbar auch vorgesehen, wenn man der Visualisierung glauben möchte.

Die Busse werden vermutlich auf dem Bahnkörper – getrennt von den Autos – fahren.

 

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