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Sanierung der Wernerstraße beginnt – Voraussetzungen für den Boulevard Kesselsdorfer Straße

Heute hat die Sanierung des letzten Kopfsteinplasterstück der Wernerstraße zwischen Reisewitzer und Lübecker Straße begonnen. Zu sehen ist noch nicht viel, weil man erst Vorbereitungen trifft. Richtig los geht es erst am Mittwoch.

In der Gröbelstraße wird noch eine provisorische Buswendeschleife eingerichtet. Die Busse 61 und 63 fahren dann ab Mittwoch, 11.07.12 in der Gröbelstraße gegenüber der alten Lampenfabrik ab.

Bis 30. Oktober 2012 bleibt die Wernerstraße dann komplett gesperrt.

Die Sanierung der Wernerstraße ist die bauliche Vorraussetzung, damit an der Zentralhaltestelle Tharandter Straße der Boulevard realisiert werden kann. Die Haltestelle kann aber erst umgebaut werden, wenn auch die entsprechenden Haushaltsmittel im Haushalt 2013/14 eingestellt werden. Dafür engagiert sich vorbildlich Eva-Maria Stange (SPD). Sie startete heute auch eine Online-Petition, die diesen Punkt erneut ins Rathaus tragen soll.

Nach Fertigstellung der Wernerstraße kann auch vor dem Umbau der Zentralhaltestelle die Sicherheit eventuell schon verbessert werden, indem man den Haltestellenbereich bereits für den Autoverkehr sperrt.

Es bleibt also spannend.

Boulevard Kesselsdorfer Straße ist beschlossen!

Auf der jüngsten Sitzung des Stadtrats am 27.01.2011 ist der Boulevard Kesselsdorfer mit ?36:32 Stimmen beschlossen worden. Das Ergebnis war knapp mit den Stimmen von LINKE, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Bürgerfraktion möglich. CDU und FDP haben gegen den Antrag gestimmt.

Damit ist der Stadtrat dem Votum des Ortsbeirats Cotta vom 05. November 2009 (Pro Boulevard: 10:09) gefolgt und beauftragt die Verwaltung, die autofreie Variante der ?Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße zu planen.

Nach 17 jähriger Diskussion hat  der Stadtrat nun das beschlossen, was bereits 1994 in den Verkehrsentwicklungsplan geschrieben wurde und seitdem Leitfaden der Stadtplanung war.

Trotzdem ist es eine kleine Revolution, endlich einen Beschluss für eine Variante zu haben.

Schon im Februar 2009 hätte der Stadtrat über die zwei möglichen Varianten (eine stadtwärtige Autospur, kein Autoverkehr) entscheiden können. Aus wahltaktischen Gründen hat die CDU aber das Fass neu aufgemacht und nochmal 2 Jahre extra vertrödelt. Es wurde ein Workshop im Mai 2009 durchgeführt, der wieder zum Ergebnis kam, dass es zwei Lösungen gibt. Und plötzlich liess Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) dann aus eigenem Antrieb eine völlig unrealistische Variante 13 von einem neuen Planungsbüro prüfen. Dass das alles unnötig Geld und Zeit gekostet hat muss man nicht extra erwähnen.

Geht der Bau jetzt los?
Nicht so schnell. Zum einen muss erst das Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden und zum anderen ist vor 2013 kein Geld dafür im Haushalt vorgesehen.

Kann die Situation nicht wenigstens provisorisch verbessert werden?
Ja. Der Stadtrat hat nämlich zudem beschlossen, dass bis 28. Februar 2011 das Stadtplanungsamt provisorische Maßnahmen für eine kurzfristige Erhöhung der Verkehrssicherheit vorlegen muss.

Ist es jetzt wirklich, endlich entschieden?
Ja. Allerdings haben die Fraktionen im Stadtrat natürlich die Möglichkeit in 6 Monaten einen neuen Antrag zu stellen und den aktuellen Beschluss über den Haufen zu werfen. Während der Sitzung hat die FDP dieses bereits angekündigt.

Links

Provisorische Maßnahmen an der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße

Wie geht's weiter mit der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer StraßeAm 14. September 2010 hat die SPD mit Eva-Maria Stange zur Veranstaltung „Wie geht’s weiter mit der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße?“ geladen.

Eingeladen war der Baubürgermeister Jörn Marx, der auch bei der Einwohnerversammlung Rede und Antwort gestanden hat. Mitgebracht hat er seinen Verkehrsplaner Axel Wittstock, der die Details aller Planungsvarianten kennt und sehr gut darstellen kann.

Desweiteren war Professor Reinold Maier (TU-Dresden, Professur für Straßenverkehrstechnik) und Jan Bleis von der DVB der Einladung gefolgt.

Ziel des Abends war die Diskussion von provisorischen Maßnahmen, die an der Zentralhaltestelle kurzfristig die Verkehrssicherheit erhöhen können. Denn die Umsetzung der großen Baumaßnahme wird auch bei einer zügigen Entscheidung des Stadtrats frühestens in 2-3 Jahren beginnen können.

Im Ergebnis gibt es eine Liste mit 9 möglichen Maßnahmen, von denen ich zwei besonders hervorheben möchte:

  1. Sperrung des Gleisbereichs für den Autoverkehr: Dadurch müssen die Autos hinter den Bussen warten. Häufige Unfälle mit Fußgängern, die vor dem Bus über die Straße wollen und vom überholenden Auto zu spät gesehen werden, können dadurch vermieden werden.
  2. Errichtung einer Fußgängerampel im Bereich der Gröbelstraße: Hier queren die zahlreichen Fahrgäste der 61 (Endstation) und die Fahrgäste der Straßenbahn häufig die Fahrbahn. Auch Besucher der Sparkasse und der Post queren hier zur Löbtau Passage.

Ob gerade beim zweiten Punkt überhaupt noch ein flüssiger Verkehr zustande kommt, kann zu Recht angezweifelt werden. Ich denke aber, diese Querungshilfe würde sehr gut angenommen werden. Der Weg zur nächsten Fußgängerampel an der Reisewitzer Straße oder zurück an der Löbtauer Straße ist den meisten Menschen zu weit.

Von den Anwohnern kamen Fragen zu den Bussen auf der Gröbelstraße und zum unsanierten Teil der Wernerstraße. Herr Wittstock führt dazu aus, dass für die Busse ein Parkplatz auf der Brachfläche am Ende der Gröbelstraße entstehen. Die Wernerstraße wird vor dem Bau der Zentralhaltestelle saniert.

Auch der Radverkehr vor der Löbtau-Passage wurde kritisiert, weil es hier immer häufiger zu Unfällen und Konflikten mit Fußgängern und wartenden Fahrgästen gibt.

Provisorischen Maßnahmen sind natürlich kein Ersatz für den Komplettumbau. Auch wurde die Frage nicht beantwortet, wann über die zu bauende Variante endlich entschieden werden kann. Trotzdem war die Veranstaltung ein erneuter und nötiger Anstoß, die Situation an der Zentralhaltestelle endlich zu verbessern.

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Neue Variante 13 für die Zentralhaltestelle Kesselsdorfer

Auf der Einwohnerversammlung zur Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße hat am Montag, 21.06.2010 Jörn Marx (CDU) und der Verkehrsplaner Axel Wittstock wenige Details zur Planungsvariante 13 vorgestellt.

Nach Aussage von Jörn Marx (CDU) hat die Verwaltung auf eigene Initative angefangen, an dieser Variante zu planen. Beim Workshop zur Zentralhaltestelle im Mai 2009 haben sich zwei der damals 12 Varianten als umsetzbar herauskristalisiert. Diese Varianten 1 („Boulevard“, ohne Autoverkehr im Bereich der Haltestelle) und 9 (eine Fahrspur in Richtung Stadt) sollte die Verwaltung nun zur Beschlussreife ausarbeiten.

Stattdessen bemüht sich das Stadtplanungsamt zusammen mit einem neuen, externen Planungsbüro mit Variante 13 eine Lösung zu entwickeln, die alle Verkehrsteilnehmern und die Gewerbetreibenden unter einen Hut bekommt.

Soweit ist der Ansatz ja löblich. Wenn man aber bedenkt, dass die Planungen für den Bereich Zentralhaltestelle bereits seit 1994 laufen und seit 2002 im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) vom Stadtrat festgeschrieben wurden, dann wundert man sich doch sehr, warum jetzt wieder mal von vorne begonnen wird.

Die Grundideen zur Variante 13 sind haarsträubend:

  • Im Bereich der Haltestelle werden die Radwege auf der Fahrbahn in der Mitte der Straße geführt. Die Straßenbahn und die Busse halten am Bürgersteig.
  • Vor und hinter der Haltestelle müssen die Radfahrer in einem Schlenker über die Straßenbahngleise um dann wieder rechts davon fahren zu können.
  • Um als Radfahrer einkaufen zu können, muss man rechtzeitig auf den Fussweg wechsel, der dann viel enger ist.
  • Das Problem der querenden Fussgänger wird schlechter als jetzt.
  • Mit 7-9 Signalanlagen muss man pro Richtung Autofahrer, Straßenbahn und Bus, Radfahrer und Fussgänger führen, damit sie durch dieses komplizierte Zopfmuster durchkommen. Ob vor lauter Ampeln überhaupt noch Autos fahren können ist noch nicht geklärt.

So sehr ich Variantenuntersuchungen unterstütze, so finde ich die Beschäftigung mit Variante 13 reine Zeit und Geldverschwendung. Man muss kein Verkehrsplaner zu sein um aus den wenigen Angaben das Ergebnis dieser Untersuchung abschätzen zu können: zu gefährlich, zu teuer und keine Verbesserung der Ist-Situtation.
Einziger Beführworter dieser Variante ist der Gewerbeverein Kesselsdorfer Strasse, dessen Vorsitzender  Horst Uhlig auch CDU-Stadtrat und Mitglied im ?Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau ?ist.

Viele Wortmeldungen auf der Einwohnerversammlung waren für die Variante 1 („Boulevard“) auch wenn zahlreiche Bedenken bezüglich der Wernerstraße und des Nebenstraßennetz geäussert wurden.

Der Stadtrat muss sich nun mit den Argumenten der Bürger beschäftigen. Vielleicht beschleunigt das ein klein Wenig den Vorgang. Mehr kann man leider nicht erwarten.

    Einwohnerversammlung zur Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße beschlossen

    In seiner 13. Sitzung hat der Stadtrat gestern über den Antrag der LINKEN zur Einberufung einer Einwohnerversammlung zur Kesselsdorfer abgestimmt. Dieser Antrag hing seit Januar auf der Tagesordnung und wurde von Monat zu Monat vertagt. LINKE und SPD hatten u.a. für diesen Antrag eine Sondersitzung beantragt um den Stau auf der Tagesordnung aufzulösen.

    Der Stadtrat hat entschieden, dass bis 23. Juni 2010 eine Einwohnerversammlung gemäß $22 der Sächsischen Gemeindeordnung durchzuführen ist. Die FDP, die im Ortsbeirat noch dafür gestimmt hat, hat im Stadtrat gegen den Antrag votiert.

    Siehe auch z.B.

    UPDATE 09.06.2010: Der Termin für die Einwohnerversammlung fest:
    Montag, der 21. Juni 2010, 19 Uhr im Festsaal des Rathauses, Dr.-Külz-Ring 19

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