Schlagwortarchiv: cotta

Der Dresdner Westen – Jetzt Noch Grüner :-)

Dresden hat gewählt, und der Dresdner Westen wird endlich besser im Stadtrat vertreten. Auch deutlich “grüner” ist es geworden. Aber nicht überall ging es für Bündnis 90 / Die Grünen aufwärts.

Der neue Wahlkreiszuschnitt hat sich für den Dresdner Westen ausgezahlt. Gingen 2009 nur zwei Stadträte aus dem Wahlkreis 13 (Löbtau-Süd, Gorbitz) und drei Stadträte aus dem Wahlkreis 12 (Cotta, Cossebaude) hervor, so sind es jetzt im Wahlkreis 12 (Cotta, Gorbitz, Cosebaude) sieben und im Wahlkreis 11 (Löbtau, Plauen) sechs Stadträte. Von 5 auf 13 – der Vergleich hinkt ein bisschen, weil bei diesem Gebiet nun auch Plauen dabei ist.

Löbtau / Plauen kann man jetzt wirklich eine Grüne Hochburg nennen. Bei stabilen Wahlergebnissen von über 20 % braucht man sich nicht vor der Neustadt verstecken. Schön, dass sich die kontinuierliche Arbeit im Ortsbeirat und auch diesem Blog am Ende auszahlt.

Der Wahlkreis 12 dagegen hat sich wacker geschlagen, bleibt aber aus Grüner Sicht das Schlusslicht in Dresden (prozentual). Mit 9 % war das Ergebnis schlechter als das (wahlkreiskorrigierte) Ergebnis 2009 mit 9,5 %. Da helfen auch Wanderungen und andere lustige Aktionen nichts.

Es hat uns aber Spaß gemacht, und wir möchten allen Wählern herzlich danken! Umsonst waren die 5228 Stimmen ja nicht. Sie sind in das stadtweite Grünen-Ergebnis eingeflossen.

Nun sind wir gespannt, wie bunt die Ortsbeiratsbesetzung sein wird. Dafür werde ich mich sicher wieder bewerben und an dieser Stelle die nächsten fünf Jahre berichten 🙂

Und hier noch ein paar Zahlen und das Ganze zum Anklicken:

Wahlkreis 1 (Auszug)

  • 05 Friedrichstadt: Wahlbeteiligung 41,3 % (35,0 %), Grüne 20,2 % (21,5 %)

Wahlkreis 10 (Auszug)

  • 81 Südvorstadt-West:  55,6 % (52,2 %), 16,6 % (15,9 %)

Wahlkreis 11 (Auszug)

  • 85 Coschütz/Gittersee: 55,5 % (49,4 %), 13,3 % (12,5 %)
  • 86 Plauen: 64,2 % (58,7 %), 22,9 % (20,8 %)
  • 92 Löbtau-Nord: 47,2 % (41,0 %), 23,2 % (20,0 %)
  • 93 Löbtau-Süd: 52,0 % (44,2 %),  21,7 % (18,5 %)
  • 94 Naußlitz/Dölzschen/Wölfnitz: 51,3 % (47,3 %), 13,5 % (11,9 %)

Wahlkreis 12

  • 90 OS Cossebaude/Mobschatz: 54,0 % (52,3 %), 9,1 % (8,9 %)
  • 91 Cotta: 44,6 % (39,6 %), 11,9 % (11,8 %)
  • 95 Gorbitz-Süd: 35,7 % (35,4 %), 5,8 % (8,6 %)
  • 96 Gorbitz-Ost: 36,4 % (35,3 %), 8,0 % (8,8 %)
  • 97 Gorbitz-Nord/Neu-Omsewitz: 39,4 % (37,0 %), 6,6 % (8,1 %)
  • 98 Briesnitz/Leutewitz/Omsewitz: 52,2 % (47,9 %), 11,0 % (11,7 %)
  • 99 OS Altfranken/OS Gompitz: 63,6 % (58,4 %), 5,7 % (7,1 %)

Absolute Ergebnisse:

Die GRÜNEN Kandidaten für den Wahlkreis 11 (Plauen, Löbtau, Coschütz)

  1. Michael Schmelich, 3249
  2. Gerit Thomas, 2403
  3. Xaver Seitz, 1401
  4. Christin Bahnert, 828
  5. Georg Jänecke, 715
  6. Ursula Seubert, 719
  7. Sebastian Manzke, 889
  8. Carolin Rauch, 617
  9. Sandro Zimmermann, 679

Die GRÜNEN Kandidaten für den Wahlkreis 12 (Cotta, Gorbitz, Cossebaude, Leutewitz, Briesnitz, Gompitz, Altfranken, Pennrich)

  1. Alexander Bigga, 2187
  2. Linda Reinhard, 993
  3. Marcel Bäck, 334
  4. Anne Lehmann, 651
  5. Heiko Schinkel, 134
  6. Gesine Wegner, 209
  7. Werner Becker, 264
  8. Henrik Thomas, 82
  9. Johannes Döring, 374

Sanierung der Pennricher Straße hat begonnen – Vollsperrung Bis Ende September

Die DVB hat heute planmäßig mit der Sanierung der Pennricher Straße begonnen. Bis Ende September wird die Straße grundhaft saniert und ist in dieser Zeit für die Straßenbahn-Linie 2 und den Autoverkehr gesperrt.

Ab ca. 22. Juni wird auch die Straßenbahn-Linie 12 unterbrochen, weil dann die Kreuzung an der Schanze gebaut wird. Bis Ende Oktober soll die Pennricher Straße Nord und somit die gesamte Maßname fertiggestellt sein.

Neben Gleisen, Haltestellen, Fußwegen und Straßen werden auch neue Kabel der Telekom und von Kabel Deutschland verlegt. Damit werden hoffentlich auch die “DSL-freien” Häuser an der Pennricher Straße in Zukunft versorgt werden. Genauere Informationen dazu habe ich leider nicht gefunden.

Weiter Informationen findet man:

  • auf der DVB-Projektseite
  • in der Anliegerinformation
  • im Ratsinformationssystem die Vorlagen
    • V2522/13 (Grundhafter Ausbau von Abschnitten der Hühndorfer Straße und der Hölderlinstraße für den Umleitungsverkehr des Verkehrsbauvorhabens Pennricher Straße/Rudolf-Renner-Straße der Dresdner Verkehrsbetriebe AG) und
    • V2237/13 (Maßnahmeuntersetzung zur Haushaltssatzung 2013/2014 des Straßen- und Tiefbauamtes (STA) und des Stadtplanungsamtes (SPA))

Von Löbtau über Naußlitz nach Wölfnitz – Ferne Wünsche der DVB

Gestern Abend hatte Eva-Maria Stange (MdL, SPD) zusammen mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk ins Rathaus zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Öffentlicher Personennahverkehr im Dresdner Westen eingeladen. Knapp 100 Zuhörer haben sich im großen Saal eingefunden und zwei Stunden interessiert zugehört und diskuttiert.

Neben Frau Stange war auf dem Podium Herr Andreas Hoppe von den DVB (Leiter der Verkehrsplanung), Herr Holger Dehnert vom VVO sowie ein Herr vom Fahrgastbeirat Dresden e.V. Die Moderation hat Christoph Springer von der DNN übernommen und sichergestellt, dass die Veranstaltung wirklich nach 2 Stunden beendet war.

Für die meisten Zuhörer war die Verbindung von und nach Cossebaude am interessantesten. Die Zugverbindung wurde kritisiert, da es nur noch einen Stundentakt nach Dresden gibt und die Züge im Berufsverkehr zudem immer überfüllt seien.

Herr Dehnert hat versucht dafür Verständnis zu gewinnen mit dem Argument, dass der VVO mit geringeren Zuschüssen auskommen muss und verantwortungsvoll im gesamten Netz umgehen muss. Von Cossebaude bis Friedrichstadt hat man ungefähr 600 Fahrgäste, die pro Werktag zusteigen. Für ein Schienenangebot sollten es aber mindestens 1000 sein. Größere oder mehr Züge wollte er nicht zusagen, da weder das Zugmaterial noch die Gelder vorhanden sind. Die Umstellung von Lokbespannten Zügen auf Triebzüge habe dem VVO Geld gespart, weshalb keine Angebote reduziert werden mussten.

Wie zukünftig die Buslinie 94 bedient werden soll, ist nach wie vor nicht beschlossen. Die DVB wünscht sich, den Parallelverkehr von Bus 94 und Straßenbahn 1 auf der Hamburger Straße einzustellen und würde lieber dafür im 10-Minuten-Takt von Cotta bis Cossebaude fahren. Vorraussetzung ist aber eine gute Umsteigehaltestelle an der Warthaer Straße oder am Haltepunkt Cotta. Dieser wird aber erst 2017/18 umgebaut.

Der größte Kritikpunkt an der Verkürzung scheint die Anbindung an das Krankenhaus Friedrichstadt zu sein. Das Ziel Postplatz schien in der Diskussion gar nicht so wichtig zu sein. Für beide Lösungen gab es Für- und Gegensprecher. Bisher haben sich die Ortschaften gegen eine Verkürzung ausgesprochen. Überzeugen kann man sie sicher nur, wenn man die Umsteigebeziehung deutlicher darstellt (wo?, barrierefrei?, Regenschutz?…) und den Fahrgästen zum Krankenhaus eine Alternative anbietet.

Alles hängt vom Geld ab. Das haben alle Beteiligten mehrfach betont und auf die Landespolitik verwiesen.

Ein Projekt fand ich noch spannend: Die Verlängerung der Buslinie 85 von Löbtau-Süd über Naußlitz nach Wölfnitz und vielleicht sogar dann bis Cotta. Die 85 ist mit dem neuen Buskonzept (2009) eingeführt worden und erfreut sich hoher Nachfrage u.a. im Zuge der Nöthnitzer Straße.

Nur wieso endet sie an der Mohorner Straße in Löbtau-Süd? Wäre es nicht geschickter, sie bis zur Tharandter Straße zu verlängern?

Der Frage von Herrn Peschel (Ortsbeirat, CDU) hat Herr Hoppe vehement widersprochen. Wenn die  Linie einmal so geführt würde, ließe sie sich nur noch schwer auf die vorgesehene Route ändern. Die Relation Tharandter Straße – Plauen ist schon jetzt überversorgt aber von Wölfnitz über Naußlitz erhofft man sich zusätzliche Fahrgäste, die die Verlängerung finanzieren.

Und woran scheitert die Verlängerung? An den Straßen in Naußlitz! Diese seien aktuell nicht geeignet für eine Linienbusbedienung. Eine Aufforderung an die Stadt, dieses zu ändern.

Neben dem “Wünsch-Dir-Was” gab es aber noch ein paar kurze Informationen, zu Projekten, die wirklich vorran gehen:

  • 2014 wird die Komplex-Sanierung der Pennricher Straße erfolgen sowie die Gleis-Sanierung der 12 bis zur Lübecker Straße
  • Ende 2015 / Anfang 2016 wird an der  Haltestelle Tharandter Straße (Boulevard) endlich gebaut

 

Vollsperrung! Erster Bauabschnitt auf der Rudolf-Renner-Straße startet im September 2013

Heute Abend hat die DVB ihre Pläne zur Sanierung der Rudolf-Renner-Straße im Rathaus Cotta vorgestellt. Der große Sitzungssaal war gut gefüllt und die Stimmung ausgesprochen entspannt. Für Verkehrsprojekte wirklich selten.

Es ist aber auch völlig unstrittig, dass die Rudolf-Renner-Straße entlang des Conertplatzes in einem sehr schlechten Zustand ist. Die aktuelle Situation ist weder für  Autofahrer noch für Radfahrer, Fußgänger oder die Anwohner angenehm.

Jan Bleis, Prokurist der DVB, hat die Geschichte der Sanierung vorgetragen. Die letzte Sanierung der Gleise erfolge 1970. Der Zustand war schon Mitte der 1990er Jahre schlecht und der Stadtrat hatte 1998 bereits die Stilllegung der Linie 14 (heute 12) zum September 1999 beschlossen.

Ein Bürgerbegehren hat dies damals gestoppt und der Stadtrat hat 2002 den Erhalt und die Sanierung beschlossen. Darüber sind heute die DVB und die Anwohner froh. Denn die Bevölkerungsentwicklung hat sich in Löbtau-Nord und Cotta viel positiver gestaltet als in den 90er Jahren vorherzusehen war.

Die Pläne für den Ausbau wurde dann immer weiter verschoben. 2002 hat die Flut wichtigere Projekte auf die Tagesordnung geholt. Die aktuelle Planung wurde dann vor einem Jahr im Ortsbeirat eingebracht und fast einstimmig verabschiedet.

Ab 2. September 2013 bis voraussichtlich 27. November 2013 wird nun der Abschnitt von der Stollestraße über den Conertplatz bis zur Bramschstraße saniert. Damit es schneller geht, wird die gesamte Straße gesperrt. Die Straßenbahn wird nach Wölfnitz geleitet und ab Tharandter Straße wird ein Bus über die Seitenstraßen (Gohliser) als Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Für die Anwohner und für Lieferanten besteht jederzeit Zugang (Absprache ggf. mit der Bauleitung vor Ort!). Auch der Conertplatz ist mit dem Auto zu erreichen. Die Parksituation wird insbesondere auf den Umleitungsstrecken (Stollestraße und Gohliserstraße) während der Bauzeit ziemlich katastrophal werden, da mindestens ein einseitiges Halteverbot ausgewiesen werden muss.

Nach dem Umbau gibt es am Conertplatz eine barrierefreie Haltestelle mit elektronischen Abfahrtsanzeigen. Die Haltestelle kann mit dem Fahrrad umfahren werden. Vor den Geschäften können auch Lieferfahrzeuge auf dem überbreiten Geh- und Radweg fahren. Ansonsten müssen Fahrradfahrer auf die Straße. Der Platz ist insgesamt knapp, da die Straße nicht verbreitert wird. Separate Radwege kann es deshalb nicht geben. Mit dem Fahrrad ist man nach wie vor besser über die Gohliser unterwegs.

Fünf große Bäume an der Haltestelle Conertplatz werden leider gefällt werden, da sie viel zu nah an der Fahrbahn stehen. Stattdessen werden auf der gegenüberliegenden Seite neue Bäume gepflanzt und im weiteren Verlauf der Straße wird die Allee wieder hergestellt. Insgesamt pflanzt man 14 neue Bäume an der Rudolf-Renner-Straße und noch 2 auf der Burkstraße.

Das ist aber erst der Anfang: Ab ca. April 2014 beginnt die DVB dann mit der Sanierung der Pennricher Straße (zw. Hölderlinstraße und Lübecker Straße) und des Abschnitts der Rudolf-Renner-Straße von der Bramsstraße über die Schanze. Während der Sommerferien 2014 wird man in 6-8 Wochen das komplette Gleiskreuz der Linie 2+12  an der Schanze austauschen. Dann werden beide Straßenbahnlinien unterbrochen sein.

Vermutlich werden auch in dieser Zeit die wenigen Meter zwischen der Emil-Ueberall-Straße und der Stollestraße saniert. Der Abschnitt Kesselsdorfer Straße bis Emil-Ueberall-Straße wird erst saniert, wenn die Straßenbahn auf Kesselsdorfer Straße angefasst wird und das wird nicht vor 2015 passieren.

Die anwesenden Bürger waren offenbar von der durchdachten Planung so beeindruck, dass die Veranstaltung nach nicht mal einer Stunde und einem Dutzend Fragen bereits beendet war.

Tja, so kann’s auch mal laufen. 🙂

Cottaer Bogen – neue Grünraumvernetzung im Dresdner Westen

Unter dem Motte „Zukunft Dresden 2025+“ wird gegenwärtig das
Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) fortgeschrieben. In
diesem Rahmen fand am 27. September 2012 ein Stadtspaziergang zwischen
dem Amalie-Dietrich-Platz und Altcotta statt.

An vier Stationen erläuterten VertreterInnen des Stadtplanungs- und des Umweltamtes aktuelle Entwicklungen und Pläne in diesem Gebiet. Im Mittelpunkt stand u.a. der  geplante „Cottaer Bogen“. Dahinter verbirgt sich eine Grünraumvernetzung unter Einbeziehung des Weidigtbaches und des Gorbitzbaches, die dazu beitragen soll, das Wohnumfeld zwischen Gorbitz und Cotta weiter aufzuwerten. Geplant sind in diesem Gebiet auch Fuß- und Radwegverbindungen von Wölfnitz bis zur Elbmündung.

Die Onlinebeteiligung zur Schwerpunktbestimmung für den Entwurf „Zukunft Dresden 2025+“ läuft noch bis zum 19. Oktober 2012 unter www.dresden.de/zukunftdresden2025. Dort können Ideen und Vorschläge auch direkt im Themenstadtplan eingetragen werden.
Karte und Steckbrief im Themenstadtplan und unter  http://www.dresden.de/media/pdf/stadtplanung/zukunft-dresden-2025-plus/22-raeumliche-schwerpunkte-gruenraum-suedwest.pdf

Aktuelle Beiträge »