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Radtour durch den Grünen Westen

Nach der schönen Weidigtbach-Wanderung am vergangenen Samstag haben die Grünen Stadtratskandidaten für den Wahlkreis 12 diese Woche eine kleine Radtour von Gorbitz über Podemus nach Gohlis angeboten.

Das Wetter drohte ja mit ausgiebigen Regen und so waren wir am Ende zu Acht, die die Berg- und Talfahrt auf sich genommen haben. Gleich am Merianplatz haben wir dann unsere braunen Mitbürgern lauschen dürfen. Die standen etwas verloren hinter dem Parkplatz vom Sachsen-Forum. Da hat das abgesprochende Flyer-Verteilen gleich doppelt Spaß gemacht.

In Podemus hat sich Bernd Probst vom Vorwerk Podemus ein paar Minuten Zeit genommen und von seinem Geschäft, der Strategie mit den Läden in Dresden und dem Verhältnis von Erzeugern und Händlern erzählt. Tipp: die frische Biomilch vom Vorwerk gibt es wirklich nur vor Ort ins mitgebrachte Gefäß!

Leider konnte ich beim Radeln keine Bilder von der tollen Aussicht auf Dresden auf dem Weg nach Mobschatz machen. Das ist auf jeden Fall noch mal ein Ausflug wert.

In Gohlis hat uns dann die Bio-Bäuerin Ines Franz von den Hochwasserschutzmaßnahmen in Gohlis erzählt. Die Flutschutzmauer hinter ihrem Haus ist beeindruckend und durch eine Natursteinoptik sogar halbwegs ansehnlich. Ich bin gespannt, wie das dann mal fertig aussehen wird.

 

Ungeahnte Natur in Gorbitz – Wanderung am Weidigtbach

Im Frühjahr gibt es immer viele spannende Wanderungen und Führungen. So waren wir im März bei der BUND-Wanderung im Zschoner Grund dabei. Heute hat Harald Wolf eine Führung entlang des Weidigtbaches angeboten, die wir als Bündnis 90/Die Grünen mit beworben haben. Ungefähr 30 Teilnehmer sind mitgewandert und haben den Erläuterungen von Harald Wolf gelauscht.

Das Spannende am Weidigtbach ist, dass er meist nur ein Rinnsal ist oder ganz trocken liegt. Bei einem Gewitterregen fließen dann aber große Wassermengen den Berg hinunter von Gompitz über Gorbitz bis schließlich in die Weißeritz. Früher versuchte man, den Bach mit Verrohrung oder Betonplatten zu zügeln. Mittlerweile ist der Weidigtbach an den überwiegenden Stellen freigelegt und mit sog. “ingenieurbiologischen Bauweise” renaturiert worden.

Ganz oben in Gompitz gibt es ein Kaskadensystem von Rückhaltemulden, die heute z.B. alle trocken lagen. Es wäre spannend, hier bei starkem Regen mal vorbeizuschauen. Ausgelegt sind die Mulden für ein Extremwetterereignis, wie bei der Flut 2002. Ein Anwohner hat heute angemerkt, dass er die Mulden noch gar nicht gefüllt gesehen habe. Es gibt sie aber auch erst seit 2010.

Direkt neben dem Bach verläuft die B173 / Coventrystraße, die vierspurig ausgebaut wurde und den Stadtteil Gorbitz zerschneidet. Sie dient als Nordtangente, um den Verkehr zusammen mit dem Bramschtunnel von der Kesselsdorfer Straße durch Löbtau / Gorbitz fernzuhalten. Das Verkehrsaufkommen ist viel geringer als man das angenommen hat. Für den heutigen Verkehr würden auch zwei Spuren genügen. Das hat u.a. Prof. Udo Becker (TU-Dresden) in seiner jüngsten Studie im Auftrag von Bündnis 90/Die Grünen als Beispiel für zu groß dimensionierte Straßenbauprojekte in Sachsen angeführt.

Die Stadt hat das langfristige Ziel, den Weidigtbach komplett freizulegen. Zur Zeit verläuft er z.B. ab der Haltestelle Schlehenstraße bis unterhalb von Lidl verrohrt. Hier stehen Gebäude und der Skaterplatz “im Weg”. An der Kräutersiedlung hat sich sogar die Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft (EWG) an der Renaturierung beteiligt, um das Wohnumfeld zu verbessern. Das ist auch wunderbar gelungen.

An der Wilhelm-Franz-Straße endete dann der Spaziergang. Hier versperrt ein Gitter den weiteren Weg entlang des Weidigtbachs.

Vielen Dank an Harald Wolf, dass er uns auf viele Kleinigkeiten aufmerksam gemacht hat – von den Sitzkrücken für Greifvögel bis zu den Kästen für Fledermäuse und Mauersegler.

 

 

[Löbtauer Runde] KieSel e.V. sucht Mitstreiter

In der Löbtauer Runde vom 12.03.14 hat Frau Siegrid Hering den KieSel e.V. vorgestellt.

Der Verein möchte die Lesemotivation der Grundschüler erhöhen und so seinen Beitrag leisten, dass die Kinder nicht in die “Kein-Bock-Auf-Schule”-Sackgasse geraten und eventuell keine Ausbildung machen oder abschließen.

Erwachsene – oft Senioren – lesen gemeinsam mit den Kindern oder versuchen auf anderem Wege, die Kinder zum Lesen und Forschen zu bewegen (“Küchenkerle” – Kochen mit Jungen oder die “Forscherstraße” beim Tag der Offen Tür).

Gesucht werden insbesondere Männer für die Arbeit im Jungenclub Paul und zur Wiederbelebung des Angebots “Küchenkerle”.

Mehr Informationen findet man z.B. hier:

Löbtauer Freileitung wird vergraben

In der jüngsten Ortsbeiratssitzung haben Herr Wagner und Herr Ehrlich von der DREWAG Netz GmbH, die aktuellen Pläne vorgestellt, die 110kV Freileitung vom Heizkraftwerk Nossener Brücke zum Umspannwerk Gorbitz zu ersetzen.

Diese Freileitung ist ca. 5 km lang und geht quer durch Löbtau Nord. Dabei stehen insbesondere auf der Grumbacher Straße die Masten mitten auf der Straße. Ein sehr ungewöhnliches Bild.Freileitung an Haus der Grumbacher Straße

Ich war erstaunt zu hören, dass diese Masten bereits aus dem Jahr 1922 sind. Eine Zeit, wo es westlich des heutigen Conertplatzes noch keine Bebauung gab. Auch die Grumbacher Straße war noch nicht vollständig bebaut.

Stahlmasten zu dieser Zeit wurden häufig aus sog. Thomas-Stahl hergestellt. Das ist nun auch der Grund, warum alle Netzbetreiber in Deutschland diese Masten ersetzen wollen. 2005 knickten im Münsterland zahlreiche Masten auf Grund der Schnee- und Eislast um. Man hat festgestellt, dass bei Thomas-Stahl ab einem gewissen Alter eine erhöhte Sprödbruchneigung besteht.

Heute überspannt die Freileitung Kleingartensiedlungen, Wohngebäude und Gewerbeflächen oder geht dicht an diesen vorbei. So etwas würde heute nicht mehr gebaut werden.

Aus diesen Gründen  plant die DREWAG eine Erdkabeltrasse und möchte ca. 2,3km und damit 16 Masten ersetzen. Der Rest der Leitung wird erst mittel- bis langfristig durch ein Erdkabel ersetzt. Der Preis dafür ist hoch: ein Meter Kabel kostet 1700 € – ein sechsfaches des Preises einer Freileitung. Insgesamt investiert die DREWAG ca. 6 Mio €, die sie aus Eigenmitteln bestreiteten muss.

Die genaue Leitungstrasse steht ebensowenig 100%ig fest, wie die Position des Kabelendmastes, durch den das Kabel an die restliche Freileitung angeschlossen wird.

Aktuelle Vorzugsvariante für den Kabelendmast ist ein brachliegendes Grundstück an der Kesselsdorfer Straße, nördlich von Kaufland. Alle anderen Varianten hätten große Eingriffe in die Kleingartenanlagen oder die Überspannung von zahlreichen Häusern bedeutet.

Der Zeitplan sieht vor, bis Ende 2015 die Tiefbauarbeiten abzuschließen und 2016 die Kabel einziehen zu können. Anschließend kann der Betrieb aufgenommen und die alten Masten abgebaut werden.

Ich denke, das ist für den Stadtteil eine gute Nachricht und wird das äußere Bild deutlich aufwerten.

Cottaer Bogen – neue Grünraumvernetzung im Dresdner Westen

Unter dem Motte „Zukunft Dresden 2025+“ wird gegenwärtig das
Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) fortgeschrieben. In
diesem Rahmen fand am 27. September 2012 ein Stadtspaziergang zwischen
dem Amalie-Dietrich-Platz und Altcotta statt.

An vier Stationen erläuterten VertreterInnen des Stadtplanungs- und des Umweltamtes aktuelle Entwicklungen und Pläne in diesem Gebiet. Im Mittelpunkt stand u.a. der  geplante „Cottaer Bogen“. Dahinter verbirgt sich eine Grünraumvernetzung unter Einbeziehung des Weidigtbaches und des Gorbitzbaches, die dazu beitragen soll, das Wohnumfeld zwischen Gorbitz und Cotta weiter aufzuwerten. Geplant sind in diesem Gebiet auch Fuß- und Radwegverbindungen von Wölfnitz bis zur Elbmündung.

Die Onlinebeteiligung zur Schwerpunktbestimmung für den Entwurf „Zukunft Dresden 2025+“ läuft noch bis zum 19. Oktober 2012 unter www.dresden.de/zukunftdresden2025. Dort können Ideen und Vorschläge auch direkt im Themenstadtplan eingetragen werden.
Karte und Steckbrief im Themenstadtplan und unter  http://www.dresden.de/media/pdf/stadtplanung/zukunft-dresden-2025-plus/22-raeumliche-schwerpunkte-gruenraum-suedwest.pdf

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