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Planfeststellungsverfahren: Pläne vom Boulevard Kesselsdorfer liegen aus

Von heute Montag, 20.04.2015 bis Mittwoch, 20.05.2015 liegen im Rahmen des Planfeststellungsverfahren die Pläne zum Projekt Stadtbahn 2020 Teilabschnitt 1.1 / Zentralhaltestelle Kesselsdorfer aus.

Darüber hat am Freitag, 17.04.2015 die Landesdirektion Sachsen auf ihrer Internetseite informiert. Dort befinden sich auch (fast?) alle  Pläne in digitaler Form. Somit kann man sich den Weg ins Straßen- und Tiefbauamt (St. Petersburger Straße 9, 01069 Dresden, Zimmer K 344) sparen.

Einwendungen sind bis 03.06.2015 schriftlich ans Straßen- und Tiefbauamt zu schicken.

Linienführung der Stadtbahn 2020 über Nürnberger Platz und Zelleschen Weg

Gestern fand eine weitere Bürgerversammlung für das Projekt Stadtbahn 2020 statt. Da es um den Abschnitt Nürnberger Platz – Zellescher Weg – Caspar-David-Friedrich Straße ging, war der Ort TU-Dresden, Poffhoffbau ideal.

Das eingespielte Team – Herr Szuggat (Stadt), Herr Bleiß (DVB) und Herr Neukirch (DVB) – hat die Pläne vorgestellt und die Fragen und Anregungen beantwortet.

Mögliches Liniennetz 2020

Herr Bleiß hat die mögliche Linienführung näher erläutert. So würde in der bevorzugten Variante 1 wie folgt gefahren:

  • Linie 7 von Gorbitz über die Nossener Brücke bis zum Nürnberger Platz und weiter zum Hauptbahnhof
  • Linie 9 vom Hauptbahnhof über Nürnberger Platz, Zelleschen Weg, Caspar-David-Friedrich-Straße zum Wasaplatz
  • Bus 61 mit 10-Minuten Grundtakt ohne Verstärkungen soll weiter fahren

Es sei aber auch denkbar, in den Spitzenzeiten eine Straßenbahn von Gorbitz zum Wasaplatz zu schicken. Die angedachten Gleisabzweigungen machen das Netz im gesamten Bereich für solche Einsätze und natürlich für Umleitungsverkehre flexibler.

Am Nürnberger Platz gibt es momentan drei Varianten für die Anordnung der Haltestellen. Alle Varianten werden zur Zeit untersucht. Kriterien sind die Umsteigemöglichkeiten, der Platzverbrauch sowie die Leistungsfähigkeit des Knotens Nürnberger Platz (Ampelsteuerung).

Auf dem Zelleschen Weg versucht man, die bestehenden Baumreihen erhalten zu können. Auf jeden Fall wird es keine baumlose Schneise, wie ich das zunächst befürchtet habe. Ob der Zellesche Weg nun vierspurig oder mit einer überbreiten Fahrspur für den Autoverkehr realisiert wird, werden die Simulationen zeigen. Breite Zwei-Richtungs-Fahrradwege sind offenbar auch vorgesehen, wenn man der Visualisierung glauben möchte.

Die Busse werden vermutlich auf dem Bahnkörper – getrennt von den Autos – fahren.

 

Weitere Informationen:

 

 

Von Löbtau über Naußlitz nach Wölfnitz – Ferne Wünsche der DVB

Gestern Abend hatte Eva-Maria Stange (MdL, SPD) zusammen mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk ins Rathaus zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Öffentlicher Personennahverkehr im Dresdner Westen eingeladen. Knapp 100 Zuhörer haben sich im großen Saal eingefunden und zwei Stunden interessiert zugehört und diskuttiert.

Neben Frau Stange war auf dem Podium Herr Andreas Hoppe von den DVB (Leiter der Verkehrsplanung), Herr Holger Dehnert vom VVO sowie ein Herr vom Fahrgastbeirat Dresden e.V. Die Moderation hat Christoph Springer von der DNN übernommen und sichergestellt, dass die Veranstaltung wirklich nach 2 Stunden beendet war.

Für die meisten Zuhörer war die Verbindung von und nach Cossebaude am interessantesten. Die Zugverbindung wurde kritisiert, da es nur noch einen Stundentakt nach Dresden gibt und die Züge im Berufsverkehr zudem immer überfüllt seien.

Herr Dehnert hat versucht dafür Verständnis zu gewinnen mit dem Argument, dass der VVO mit geringeren Zuschüssen auskommen muss und verantwortungsvoll im gesamten Netz umgehen muss. Von Cossebaude bis Friedrichstadt hat man ungefähr 600 Fahrgäste, die pro Werktag zusteigen. Für ein Schienenangebot sollten es aber mindestens 1000 sein. Größere oder mehr Züge wollte er nicht zusagen, da weder das Zugmaterial noch die Gelder vorhanden sind. Die Umstellung von Lokbespannten Zügen auf Triebzüge habe dem VVO Geld gespart, weshalb keine Angebote reduziert werden mussten.

Wie zukünftig die Buslinie 94 bedient werden soll, ist nach wie vor nicht beschlossen. Die DVB wünscht sich, den Parallelverkehr von Bus 94 und Straßenbahn 1 auf der Hamburger Straße einzustellen und würde lieber dafür im 10-Minuten-Takt von Cotta bis Cossebaude fahren. Vorraussetzung ist aber eine gute Umsteigehaltestelle an der Warthaer Straße oder am Haltepunkt Cotta. Dieser wird aber erst 2017/18 umgebaut.

Der größte Kritikpunkt an der Verkürzung scheint die Anbindung an das Krankenhaus Friedrichstadt zu sein. Das Ziel Postplatz schien in der Diskussion gar nicht so wichtig zu sein. Für beide Lösungen gab es Für- und Gegensprecher. Bisher haben sich die Ortschaften gegen eine Verkürzung ausgesprochen. Überzeugen kann man sie sicher nur, wenn man die Umsteigebeziehung deutlicher darstellt (wo?, barrierefrei?, Regenschutz?…) und den Fahrgästen zum Krankenhaus eine Alternative anbietet.

Alles hängt vom Geld ab. Das haben alle Beteiligten mehrfach betont und auf die Landespolitik verwiesen.

Ein Projekt fand ich noch spannend: Die Verlängerung der Buslinie 85 von Löbtau-Süd über Naußlitz nach Wölfnitz und vielleicht sogar dann bis Cotta. Die 85 ist mit dem neuen Buskonzept (2009) eingeführt worden und erfreut sich hoher Nachfrage u.a. im Zuge der Nöthnitzer Straße.

Nur wieso endet sie an der Mohorner Straße in Löbtau-Süd? Wäre es nicht geschickter, sie bis zur Tharandter Straße zu verlängern?

Der Frage von Herrn Peschel (Ortsbeirat, CDU) hat Herr Hoppe vehement widersprochen. Wenn die  Linie einmal so geführt würde, ließe sie sich nur noch schwer auf die vorgesehene Route ändern. Die Relation Tharandter Straße – Plauen ist schon jetzt überversorgt aber von Wölfnitz über Naußlitz erhofft man sich zusätzliche Fahrgäste, die die Verlängerung finanzieren.

Und woran scheitert die Verlängerung? An den Straßen in Naußlitz! Diese seien aktuell nicht geeignet für eine Linienbusbedienung. Eine Aufforderung an die Stadt, dieses zu ändern.

Neben dem „Wünsch-Dir-Was“ gab es aber noch ein paar kurze Informationen, zu Projekten, die wirklich vorran gehen:

  • 2014 wird die Komplex-Sanierung der Pennricher Straße erfolgen sowie die Gleis-Sanierung der 12 bis zur Lübecker Straße
  • Ende 2015 / Anfang 2016 wird an der  Haltestelle Tharandter Straße (Boulevard) endlich gebaut

 

Kleine Verbesserung an der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße

Seit ein paar Tagen kann man an der Ecke Gröbelstraße / Kesselsdorfer Straße beobachten, wie allerlei  Signaltechnikfirmen eine Bauampel für Autos, Bus, Bahn und Fußgänger aufbauen.

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Gestern nun hat die DVB über Twitter bekanntgegeben, dass ab voraussichtlich den 12. Januar die Busse 61 und 63 wieder auf ihrer normalen Haltestelle abfahren werden. Diese werden seit Juli 2012 an der provisorischen Haltestelle in der Gröbelstraße erreicht. Grund war zunächst die Sanierung und Komplettsperrung der Wernerstraße.

Doch auch nach Fertigstellung der Wernerstraße Anfang November 2012 fuhren die Busse diese Umleitung und „nervten“ damit nicht nur Fahrgäste sondern auch Anwohner der Gröbel- und Schillingstraße. Ein Grund dafür war nicht ersichtlich.

Mit der provisorischen Ampel kann die DVB nun mit den Bussen, die vom Parkplatz in der Gröbelstraße kommen, links abbiegen. Warum sie nicht mehr den Umweg über die Wernerstraße und Reisewitzer Straße fahren wollen, ist mir unklar.

Klar ist mir aber der Vorteil für die Fußgänger und umsteigenden Fahrgäste: so gibt es dann endlich eine Fußgängerampel an dieser stark frequentierten Stelle. Diese Ampel war auch ein Vorschlag mehrerer Initiativen für provisorische Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an der Haltestelle. Die Stadt hat dies stets abgelehnt, weil sie Staus fürchtet und  den Bedarf nicht nachvollziehen könne. Stattdessen hat man die völlig unbeachtete und nie kontrollierte Tempo 20-Zone entlang der Haltestelle eingeführt.

Ich freu mich, dann endlich legal und lebend über die Straße zu kommen 🙂

 

 

Die Wernerstraße ist wieder frei!

Heute morgen hat mich die geöffnete Wernerstraße überrascht. Das wird sicher viele Rad- und Autofahrer freuen, denn die letzten Monate waren schon etwas nervig. Zeitweise war sogar die Reisewitzerstraße eine Sackgasse.

Zur Zeit räumen die Bauleute offenbar noch auf. Die Busse fahren auch noch Umleitung über die Gröbelstraße. Aber das dürfte dann bald vorbei sein.

Dann wäre die Möglichkeit gekommen, über eine vorzeitige Sperrung des Bereichs der Zentralhaltestelle wieder intensiver nachzudenken. Frau Stange (SPD, MdL) hat ja ordentlich die Werbetrommel mit einer Unterschriftenaktion gewirbelt. Auch ist noch ein SPD-Antrag in der Pipeline der auf die Berücksichtigung der Zentralhaltestelle im kommenden Doppelhaushalt abzielt.

Aktuell ist die Zentralhaltestelle nicht im Haushaltsentwurf für den Doppelhaushalt 2013/14 enthalten!

 

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